Sonntag, 7. August 2011

Taj Mahal

Wir verfluchen unseren Wecker, 8:30 ist zu früh um unseren Schlaf ganz nachzuholen. Doch es hat einen Grund: Unser heutiges Ziel ist eines der berühmtesten Gebäude der Welt, gleichzeitig ein Symbol für Indien als auch für ganz Asien und alle Mühen wert: Das Taj Mahal.
Das Monument der Liebe.
Die studentischen Mitbewohner verabschieden sich herzlich von uns, der Landlord verteilt einen letzten Tee und Sattya zeigt auf sein Mottarad. Wir sollen zu dritt plus zwei rieisge Rucksäcke auf die Maschine und dazu noch die holprigen indischen Straßen aushalten? Wir glauben nicht dran, werden jedoch genötigt aufzusteigen und pressen uns aneinander. 20 Minuten später und wir biegen in die "Taj Mahal Road" ein. Immer mehr Touristen grinsen uns an, endlich sind wir keine Ausnahme mehr.

Sattya steuert nach Ankunft direkt einen kleinen Shop an. Nach kurzer Suche wird er fündig und überreicht uns beiden ein Schneekugel-Taj-Mahal. Damit will er sich gleichzeitig von uns verabschieden. Wir bedanken uns herzlich für alles. Die Gastfreundschaft war wirklich beeindruckend und seine Spontanität hat uns eine harte Nacht auf der Straße erspart.

Wir trennen uns von ihm und nachdem die Taschen eingeschlossen und die horrenden Eintrittspreise bezahlt sind, gehen wir eine lange Allee auf das Eingangsgebäude zu.
Schon durch das breite Tor erstrahlt uns die berühmte weiße Silhouette, die wahrscheinlich über 1000 indischen Restaurants weltweit seinen Namen verleiht.



Das riesige Grabmahl ist Pilgerort für Touristen, Einheimische und beeindruckt durch architektonische Perfektion sowie unglaubliche Schönheit. Die 100 x 100 Meter große Marmorplatte stützt ein 56 Meter hohes Hauptgebäude und 4 absolut symmetrische Außentürme.

Der muslimische Maharadscha widmete das Grab einer seiner Hauptfrauen und wollte auf der anderen Seite des Flusses ein schwarzes Gegenstück erbauen.
Leider wurde er vorher von seinem eigenen Sohn ins Gefängnis geworfen.



Wir geniessen die Schönheit, doch der Massentourismus und die pralle Sonne machen uns zu schaffen. Zurück am Eingang überlegen wir eine Strategie und sind wieder auf der Straße.
Leider haut der Plan nicht hin, wir kommen nur langsam voran. Die Städte sind sehr groß, gehen teilweise ineinander über und fast niemand fährt lange Strecken in privaten Autos. Öffentlicher Nahverkehr ist in Indien einfach viel zu billig.

Nach mehreren Stunden stehen wir an einer Landstraße, neben uns ein Tuktuk-Fahrer, der nach langer Erklärung von unserer Idee ziemlich belustigt war. Inmitten der trostlosen Landschaft fassen wir eine schwere Entscheidung: Um rechtzeitig die Couchsurfer und auch unsere Eltern in Mumbai zu erreichen sind wir zu langsam. Wir fragen den Fahrer, ob er uns noch zur Railwaystation fahren kann. Er überlegt kurz, lacht aber dann und bedeutet uns einzusteigen.

Craig - ganz ausgeschlafen!

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