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Donnerstag, 25. August 2011

Taking and Giving

More than 7000 kilometers we enjoyed so much luck, love, fun and hospitality together with people from all walks of life. We want to show our appreciation by donating a part of our Germanwings gift to places in need:

The Horn of Africa is experiencing the biggest humanitarian crisis ever. More than 12 million people desperately need help. Water. Medicine. Vaccination. Food. Care. Safety.
"1 € can buy 1 week nutrition for 1 person."
Another cause we want to support is the protection of human rights. Every human on earth should enjoy all the rights enshrined in the Universal Declaration of Human Rights. Amnesty can fight for the rights of people along our road, free human rights activists in Iran, insist on freedom of peaceful assembly in Malaysia, support the victims of Bhopal and give a voice to the Kurdish minority in Turkey.
"Human rights. We protect them. They protect us."
Thank You. Danke. teşekkürler.   शुक्रिया.   با تشکر از شما.   ขอบคุณคุณ.   terima kasih.

Bündnis Entwicklung Hilft
Konto 51 51
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Kennwort: ARD/Ostafrika
www.entwicklung-hilft.de


Amnesty International
Konto 80 90 100
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00

Donnerstag, 11. August 2011

Here the journey ends for Dario!


After 5.000 km in 21 days, through 4 countries in 2 continents our journey together ends here!

We will spend a week with our parents here in Mumbai and then Craig will follow on to Thailand and Malaysia!

We had great experiences, too many to describe, that we will keep in mind for our whole life. I can only recommend you: Travel the world, make your own picture of a place!

Hitch-hiking and CouchSurfing
are great tools to get in contact with the local people. They can show there city, town or village from an angle, you'll never find in a guide book.

Another number for you: Along our route we spend about 250€ for both of us in total! Thats about 640 Turkish Lira, 3.700.000 Iranian Rial or 16.300 Indian Rupees!

See you soon in Germany, Europe ot any other place in the world!

(all following texts are made by Craig, I have nothing to do with it :D)

Freitag, 22. Juli 2011

Wir sind VDBs!

Nach Stuttgart zu trampen hat super geklappt. Deshalb haben wir auch noch einen sehr großen Zeitpuffer bis zum Boarding. Wir erkunden das Flughafengelände und gehen nochmal richtig deutsch essen: Cheeseburger und Milkshake bei McD ;-) Neben uns werden zwei deutsche Geschäftsleute auf unser Schild aufmerksam. Wir bekommen Cigarillos angeboten und werden von Peter zu einem Drink ins Kempinsky Hotel (wooot wooot) in Mumbai eingeladen - falls wir denn tatsächlich bis dorthin kommen. Natürlich Peter! See you in Kempinsky Mumbai!

"Mumbai und Kuala Lumpur - ist das nah beieinander?"



Um 20.00 sind wir unter den ersten Passagieren am Check-In. Da wir einen Rucksack aufgeben möchten, reichen wir unsere bereits am Automaten ausgedruckten boarding passes über den Counter. Die Frau schaut kurz auf die Tickets, mustert uns dann und sagt mit einem gelassenen Blick: "Jungs, wir haben ein Angebot für euch!" Dario verdreht die Augen. Auch ich erwarte ein nervende Umfrage mit kleinem Dankeschön oder Kredikarten-Angebot. Die hübsche Germanwings-Angestellte löst die genervte Spannung: "Die Maschine ist überbucht. Wir geben euch eine hübsche Summe und ihr fliegt statt heute Abend, morgen früh um 10 Uhr mit Turkish Airlines nach Istanbul."
Ungläubig schauen wir uns an. Nach kurzem Überlegen willigen wir ein. "Kommt bitte 20 Minuten vor Abflug hierhin und es wird sich zeigen, ob wir tatsächlich überbucht sind."

Völlig gehyped von der Situation schlendern und springen wir aus dem Terminal, um noch einmal etwas Zeit im Freien zu verbringen. Aber noch ... ist nichts eingetütet.

20 Minuten vor Check-In-Schluss stehen wir am menschenleeren Counter. Gert (Name der Redakt
ion bekannt) sagt "Es sieht leider für euch schlecht und für uns gut aus: Momentan sind 138 von 144 Passagieren eingecheckt und wie gesagt, sind wir mit zwei Plätzen überbucht." Noch fünf Minuten Spannung.

Dann, tatsächlich: Eine fünfköpfige türkische Familie fliegt um die Ecke und sprintet sichtlich gestresst zum Check-In-Schalter.

Wir grinsen uns an. Gert grinst uns an. 10 Minuten und viel Aufregung, Diskussion und Spaß später haben wir den Deal unterschrieben und halten kostenlose ICE-Vouchers, Lufthansa-Tickets ab München und das "Germanwings-Geschenk" in der Hand. Wir erfahren, dass w
ir im Fachjargon als Voluntary Denied Boarding bezeichnet werden. Wir verabschieden uns herzlich, bedanken uns und tauschen Adressen aus. Ein paar Meter weiter lassen wir unserer Freude noch mal freien Lauf: Juhuuuuu!



Jetzt müssen wir also mitten in der Nacht vom Flughafen mit der S-Bahn zum Stuttgarter Hbf, von dort mit einem ICE nach München und dort nehmen wir eine S-Bahn zum Flughafen (Edmund Stoiber lässt grüßen).

Türkischer Gleisbau-Ingenieur

Nach ein paar Happen Brötchen fangen wir an die Menschen an der Zapfsäule anzusprechen. Ein Holländer, der sein Segelflugzeug in einem etwa 10 Meter langen Hänger transportiert kann beweisen, dass er keinen Platz hat, wünscht uns aber alles Gute.

Dann, welch ein Glück: Zufällig spreche ich Cem an - er ist Türke, frisch gebackener Vater (Glückwünsche!) und arbeitet als Gleisbau-Ingenieur.
Als er aus der Tankstelle kommt reicht er uns Red Bull: Zum ersten mal haben wir etwas ausgegeben bekommen - typisch türkisch hoffentlich?!!
Über Cems Arbeit erfahren wir interessante Dinge: Bauingenieurstudium in Darmstadt, Unternehmensgründung benannt nach den Heimatstädten von Cem uns seiner Frau - wie lieeeb! - und vieles mehr.
Damit kommt hier die wichtige Info:

Falls ihr ein Gleis bracht, beauftragt Cems Firma Sami ;-)
Cem ist auch so nett uns ein bisschen türkisch beizubringen. Er bestätigt auch die Korrektheit von den Sätzen vom Dönermann in Köln (wir hatten aufgrund eines schelmischen Lächelns darauf getippt es seien Schimpfwörter - also Danke auch an Colonia Grill).

Außerdem gibt uns Cem noch wertvolle Tipps für Türkei und seine Sehenswürdigkeiten.

Am Flughafen verabschieden wir uns authentisch: Ein Kuss auf jede Wange! Tessekurler Cem! Es war eine tolle Fahrt mit dir!


Pod, Prison, Porsche & Permanent-Camper

Toothless Igor from Slovenia has just dropped us on the gas station Sinsheim. Now he accelerates his big truck and honks loudly to mean goodbye. Sadly we cannot keep in touch with him - he has no mail address.

A van stops next to us. As the window goes down a distinct we see some distinct facial expressions. Or as we say colocially in German: "Bewusstseinserweiternde Substanzen." it's two hippies. Apparently they've seen our card board: "We are going to Pakistan." - "Whaaaat?" -"No, only joking!" Unfortunately we quickly find out that our route diverges significantly. Going with them would be nuts. Anyways fun smalltalk.

After a short break, on our way to the gas pumps we spot a Porsche Panamera. The guy looks like he's originally from a southeast Asian country: Let's try!

The story is really thrilling: Some short introductory phrases - "I'm just out of prison" - "We need to go to India, Thailand ... You are from Asia, innit?" - "It's better for you if I don't take you with me." - "You must know: It'd be awesome to hitch a ride in a Prosche." - "Oh ... The Panamera. That's one of the cheapest of our cars." - "Please convince him of givin' us a lift, please!" - "It's better for u I don't take you!"

What an enthralling talk. We still can't figure out what he does and why he was in prison.

In front the restaurant an easy-going guy says yes: Dario jumps in the back of the VW bus T3. Terk has a Nordic name, works as a teacher of geography and politics in Hamburg, drinks Club Mate (wantwantwant) and lives in the VW we are riding right now. After a while I get nervous as his navigation system proposes a faster route off the Autobahn. Before we  reach a parking we turn right on a provincial road: First problem!

Luckily non of us understands the navigation system which directs us back on the motorway.

Terk drops us only 2 kilometers before his exit on yet another gas station: Wunnenstein, 40 kilometers north of the Stuttgart airport. We're almost there.

Der Zahnlose Igor

Diese Raststaette ist etwas kleiner im Vergleich zu den beiden vorherigen und etwa
die Hälfte der Fahrer sind mit dem LKW unterwegs.

Doch genau das sollte uns am Ende helfen: Während ich genüsslich mein ersten
Käsebrötchen verschlinge, fragt Craig einige Trucker und winkt mich
schließlich grinsend zu einem riesigen Zug herüber.
"Ich bin 56, ich bin Grossvater, das ist normal!"
Nach dem ersten Blick steht sein Spitzname fest: Der zahnlose Igor.
Bereits 11 Jahre auf allen Straßen Europas unterwegs, kann er dutzende
Sprachen sprechen und ist ein alter Hase auf deutschen Autobahnen. Er
ist bereits Großvater, seine Familie lebt in Slowenien und vor dem
Trucken hat er mit Kobold Großcomputer programmiert! Wir sind
beeindruckt und genießen die Fahrt in Führerhaus.

Dankjewel Mirta und Luuk!

Die gesamte Raststätte ist voll. Allerdings sind nur wenige deutsche
Früh-Fahrer unterwegs. Die Masse machen unsere Nachbarn aus dem
schönen "Nederlands" aus. Wir fragen uns mit "Gud Dag" und
"Dankjuwell" durch die Urlauber, doch viele sind schon voll oder
nehmen "aus Prinzip" keine Tramper mit.

Nach ca. 20 Minuten sind wir schon fast am verzweifeln, bis uns
plötzlich ein junger Mann entgegen kommt und uns mit "Wir haben net
viel Platz, wir können versuchen" begrüßt. Er hatte unser Schild
"Richtung Indien" gesehen.

Das Auto ist tatsächlich ein wenig zu klein für ihn, seine Freundin,
uns beide, unsere Rucksäcke und ihrer kompletten Campingausrüstung.
Doch nach dem Motto "Je voller desto doller" quetschen wir uns zu den
beiden rein.



Sie studieren beide Fotografie in Amsterdam und sind auf dem Weg nach
Frankreich. Craig kann ihnen einen schönen Campingplatz in der Nähe
von Freiburg empfehlen und ich lerne neue Bands kennen (--> Kraftwerk)
und diskutiere mit beiden über die Notwendigkeit von vier
verschiedenen Bechersorten beim Campen :D

Wir wünschen den beiden viel Glück und werden an der Raststätte
Hardstedt rausgelassen.

Mirta showing where we are. Luuk shows where we wanna go.

First Lift: Richtung India

Der große Tag ist da! Wir lassen uns von Travel-College Felix auf die
Raststätte Königsforst bringen und suchen nach unserem ersten "Lift".

Let's be honest: Direction India please!
Schon nach 5 Minuten finde ich ein Pärchen, das beruflich nach Wien
muss: Perfekt! Auf der Fahrt lernen wir die beiden besser kennen. Er
verkauft Fertighäuser und hat früher an Windsurfwettbewerben
teilgenommen, sie ist Krankenschwester und erklärt uns wie in Japan
die Wohnungsgröße angegeben wird: In Matten.

Nach der Ankunft auf der Raststätte Bad Camberg werden uns noch ein
paar Pfirsiche und viele Ratschläge gegeben und wir verabschieden uns
von den beiden. Der erste "Lift" meines Lebens war aufregend!

Donnerstag, 21. Juli 2011

Our Hennessys - Social Sponsoring

Finally the requests that we sent out to numerous outdoor companies for a social sponsoring arrangement bear fruit: The small private company Hennessy Hammocks do what their name says: Great hammocks!

As we planned our trip and after having pondered with friends about the accommodation gear we finally opted for the hammock solution in favor of traditional tents. Reasons are first and foremost weight and versatility. Other nice aspects are the small and flexible packing, the small footprint and thus minimized surface that we have to clean or dry after a night.

We just received the shipment and we tried our hands on it in the nearby park in Cologne.



The hammocks are simply perfect for our tour: Weighing a mere 700 g for the single Hyperlite and 1600 g for the Safari Deluxe which actually can sleep the two of us. We ordered the Hyperlite in the asym zip configuration (zip on one side) that hopefully allows for a more controllable exit. We decided to take the Safari Deluxe in the traditional velcro classic configuration (halfway velcro closure in the bottom) to make way for independent exit in the center. In an asym configuration sleeping two, one might face difficulties to exit through the side. We'll post more videos once we're in a more exotic environment and got used to the setup ;-)

We are really looking forward to use our Hennessys - the best tent in the world and possibly a really cool hitch-hikers companion or as they say:
"It's a hammock. It's a tent. It's a chair. It's a Super Shelter!"
8000+ kilometers of Thanks to Hennessy Hammocks!

Freitag, 15. Juli 2011

Temperatures like East Anatolia. Chaos like India. Food like Malaysia. Fun like Leipzig!

We are having an awesome Asia dinner at Oststraße 56.

At 7 pm the first invitees - some fellow maths students - arrive escaping from studies just like me. As soon as there are enough people we start to prepare the dishes: Beni cuts mountains of carrots, Tito caringly peels potato after potato and Robert stirs the coconut rice. The air fills with the fragrances of the Orient.


Some friends chatter in my room with my favorite 'globetrotter'-playlist featuring songs from along our route and jazz, blues, guitar and hispanic music. Paqruete - an old flat share companion from France is having fun with Daniela, who will host Dario and me in Delhi thanks to her global studies year in India. There are friends from all walks of life. I love the buzz in our cozy flat share and apparently most of us do. But then: As I open my beloved anchovies pack the smell makes some escape the kitchen.
"Coconut rice, Durian & Rum soaked Banana Cake"
After roughly 90 mins of sizzling, chopping, simmering and crackling the dishes are ready. Quickly we set the 'garden', free the table of yesterday's beer bottles and clean the hammock.

Let's indulge!


For the dessert we have yummy hot banana cake - soaked with dark rum - with vanille ice cream. It's the most amazing treat I know! Only yesterday Mina and I tried to make it in memory of our trip to Centroamérica. Some also like the herbs liquor that we brought from Honduras.
"Global village at O56"
Now comes the best of all: The queen of fruits - the Durian. Some love it, some hate it! If you eat it in a Malaysian hotel you have to pay for three weeks because of the strong smell! The taste cannot be described - you have to try it yourself. Some Asian Food Shops in Germany sell it.

Yummy.

बॉन एपेतीत, selamat makan or Bon appetit!

Dienstag, 12. Juli 2011

Our Route - Built for Serendipities

We want to give everybody a short insight on our route. As you know hitchhiking is not something tightly scheduled or planned, so we might diverge from our track to other places and serendipities from time to time.

Our quest is really tough and we know that some will think: "What? - from Turkey to India in three weeks and then on to Malaysia?" Let's face it: We will be traveling in mostly developed countries so that the roads should be pretty ok and hitchhiking a fast means of transport. In big cities we try to find CouchSurfers. At sites of lush nature we camp.


Why are we forced to skip Pakistan and Myanmar? It's about political and infrastructural reasons and at the end of the day also our holiday time slot! The idea about this trip emerged six weeks before our departure: It's nuts to think you can get the visa from these four countries in this time frame. See our post on visas for more. Today the silkroad is possibly the toughest route you can travel - not in terms of transport but concerning the political circumstances. In plain English: 20 years ago, it would have been easier to travel this route. Over and over again Craig talked with the Pakistan embassy, scanned the Internet for advice and called people who managed to get an overland visa for Pakistan before. The result: If you have loads of time for organizing things (which we don't apparently) and if and only if you have connections with somebody at the Pakistan embassy you might be given a overland visa after weeks. Pakistan only issues visa if you can show a valid return air ticket. Another reason against Pakistan: it had meant five days of desert only! I think now you can understand why we skip Pakistan. Myanmar is another story. This country is essentially locked up for hitchhikers: No borders with Bangladesh or India. Once we have more time we'll come to these nice countries definitely!
"silkroad & highway, desert & rainforest, laid-back village & bustling Megalopolis."
Coming back to our route: We'll stay longer at special places and autostop approximately five hours on hitching days. We hit the road in Germany to thumb it to Stuttgart airport. But only in Istanbul the project really starts: After some days at the Bosporus (possibly Ankara) and camping around Cappadocia we'll enter Anatolia ;-) Then crossing the dusty Turkey-Iran border at Esendere moving towards Tabriz, Teheran and then the historic cities of Isfahan and Shiraz in a hot desert plain. From there - owed to above reasons - we'll catch a flight to Delhi. The route for the 1200++ kilometers to Mumbai is not fixed yet. From India Craig is going to skip Myanmar for Thailand. From there the last leg leads to Kuala Lumpur in Malaysia through lush rainforests. With approximately 8500 km (shortest route) we're going to cover close to 70% of a true overland route.
"Surfing Iran, hitching Anatolia & camping jungle."
I hope that gives you an idea.

Keep thumbing ...

Montag, 4. Juli 2011

Deutsche Meisterschaft im Mittelstreckentrampen - Die Generalprobe

Im Juni 2011 habe ich mit mehreren Freunden an der Deutschen Meisterschaft im Mittelstreckentrampen teilgenommen. Mit vielen anderen Trampern hatten wir viel Spaß. Bei dem 400 km-Rennen von Freiburg zum Lago d‘Orta in Norditalien machten Dany und ich mit viel Spaß und ohne Stress den 6. Platz von 60 Teams. Den langen Rückweg nach Leipzig krönten wir mit unserem ersten Deutsche Bahn-Lift: Der humorvolle Schaffner entgegnete meiner Bitte mit: „Was, kein Geld? ... Also kein Ticket? .... Macht das ihr reinkommt!“




Über unsere Erlebnisse habe ich auf meinem Reiseblog Quest4Serendipity geschrieben.

Jetzt freue ich mich wirklich riesig auf ein noch viel größeres Abenteuer mit Dario.

Montag, 20. Juni 2011

Visa-Anträge - Eine Odysee

Nach zwei Wochen hin-und-her-telefonieren mit den Botschaften von Iran, Indien und Pakistan ist es endlich vollbracht. Wir haben die ersten Visa-Anträge losgeschickt.

Bevor ich mit Dany zur Deutschen Meisterschaft im Mittelstreckentrampen aufbreche,
verschicke ich meinen Visaantrag für Indien
Mittlerweile sind wir uns sicher: In Deutschland ist es einfacher ein Haus zu kaufen oder ein Bankkonto zu eröffnen, als ein Visa für Pakistan zu beantragen. Dauernd entdeckten wir neue Probleme:

1. Problem: Pakistan und Indien vergeben gar nicht mehr direkt über ihre Botschaften Visa, sondern haben ihr Konsularwesen ausgelagert und an private Unternehmen abgegeben. Das bedeutet natürlich leider auch doppelt so viele Bestimmungen, doppelt so viele Informationsquellen und mindestens doppelt so viele Widersprüche: Hier heißt es "zwei Passbilder mit blauem Hintergrund", während mir die Konsularangestellte am Telefon von einem normalen Passbild spricht. In diesem Konsular werden auf einer Webpage vier Wochen, auf einer verlinkten Webpage der gleichen Botschaft!!! sieben Tage Bearbeitungszeit angegeben. Trotzdem kämpfen wir uns durch den Bürokratie-Dschungel weiter.

"Wir kämpfen uns durch den Bürokratie-Dschungel"

2. Problem: In mehreren Anträgen sollen wir eine Kontaktperson in dem jeweiligen Land angeben oder sogar jemanden der für uns finanziell bürgen kann. Wie sollten wir denn so jemanden bitte kennen? Naja, letztendlich finden wir heraus, dass wir einfach fiktive Personen nehmen oder diese Felder sogar frei lassen können. Wir wählen ein Fünf-Sterne-Hotel in Isfahan und angebliche Travel Agencies. ;-)

3. Problem: Der Iran vergibt Visa nach einer besonderen Methode: Wir beantragen zunächst beim iranischen Außenministerium in Teheran einen Code und mit diesem Code können wir in einem iranischen Konsulat in Deutschland das Visum und den Stempel bekommen. Sehr seltsam.

"Das iranische Visum ... Sehr seltsam!"

4. Problem: Die Zeit rennt uns davon: Wie so oft, entstand die Idee für diesen Urlaub sehr spontan und zwar nachdem wir mit Freunden den Film "Into The Wild" gesehen hatten. Das heißt, wir haben sechs Wochen vor der geplanten Abreise die Reise angefangen zu planen. Richtig erfahrene Leute, die sich keinen Stress machen wollen, fangen ein oder mehrere Jahre vorher damit an. Naja, wir werden es trotzdem schaffen. Es gibt Quellen, welche von Bearbeitungszeiten von zwei Wochen für das Indische und von mehr als drei Wochen für den iranischen Wisch sprechen. Uns bleiben aber nur noch fünf Wochen!

Dann geht's hoffentlich bald ohne oder nur mit abenteuerlichen Problemen los!

Unsere Tipps:

Indisches Visum:
  • zuständiges Konsulat bestimmen
  • postalischer Weg (Antragsformular, zwei Passbilder, Zahlungsbeleg, frankierter Rückumschlag, Bearbeitung: 7 Werktage)
  • persönliche Vorsprache (Antragsformular, zwei Passbilder, bar bezahlen, Rückgabe am gleichen Tag möglich)
Dario hat sein Indien-Visum bereits erhalten.

Iranisches Visum:
  • Visa-Agentur Visa Dienst Bonn GmbH & Co. KG beauftragen (wichtig: Stelle München)
  • Auftragsformular
  • Antragsformular
  • zwei Passbilder (z.B. Fotofix)
  • Zusatzformular
  • Bearbeitung: 7 Werktage
  • Rücklieferung per UPS mit Tracking-Code
Jetzt können wir uns langsam um die Ausrüstung kümmern. Das macht mehr Spaß, als Bürokratie!