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Samstag, 20. August 2011

Balik Kampung

Pekan Rabu - Market in Alor Star, Kedah

Mit Bob hatte ich eine herrliche Zeit. Nach der Polizeistreife gestern Abend nimmt er mich nun mit zum landesweit bekannten Markt von Alor Star.

Gestern hat mir ein netter Polizist eine traditionelle Art von Zigarette vorgestellt. Es heißt übersetzt 'Blätter Zigarette'. Das beschreibt sie auch ziemlich gut: Ein bisschen Tabak kommt in ein getrocknetes Blatt eines speziellen Baumes und wird wieder zusammen gerollt. Fertig. Da habe ich natürlich gleich an Gerd (Name geändert) gedacht und möchte ihm ein paar dieser Zigaretten mitbringen. Wir kaufen noch ein paar andere Spezialitäten, denn das ist Sitte in Malaysia, wenn man zu Besuch kommt.

Bob bringt mich auf die Autobahn und scheint selbst nervöser zu sein als ich: Die Stories vom LKW-Fahren haben ihn anscheinend besonders beeindruckt. Er möchte unbedingt Trucker fragen. Zum Glück fährt keiner von denen passend für mich. Deshalb verabschieden wir uns und ich versuche mein Glück alleine. Das tritt auch ziemlich schnell ein: Ich bekomme einen 'Straight lift' nach Shah Alam in einem schnellen Auto! Yay. Mit dem malaiischen Paar unterhalte ich mich lange über die Reise, über die Dinge die ich an Malaysia mag und die unterschiedlichen Schulsysteme. Die beiden sind begeistert, als ich ihnen ein Bild aus dem Iran von dem Auto (Proton CamPro) zeige, in dem wir beide sitzen. Das war echt ein Zufall, ein malaysisches Auto zu sehen, wo es im Iran praktisch nur vier Modelle gibt. Ich bin überrascht, dass sie Zärtlichkeiten austauschen. Natürlich finde ich Streicheln und Kuscheln total schön, nur in Malaysia hab ich's einfach fast nie gesehen. In der Öffentlichkeit ist es sogar verboten - zumindest Küssen. Irgendwie hat's mich also gefreut zu sehen, dass die beiden sich auch in der Form lieb haben ;-) Nach ein zwei Stunden schlafe ich - mit Genehmigung - ein. Viel früher als geplant erreiche ich Bukit Jelutong, mein 'Kampung'. 'Balik Kampung' ist Malaysisch für 'Zurück in die Heimat' oder direkt übersetzt 'zurückkehren Dorf'.

Die beiden setzen mich an der Autobahnauffahrt 'Bukit Jelutong Sentral' ab - auf der Autobahn! Schon damals war es für mich schwierig, BJ zu verlassen, da der dreieckige Stadtteil von zwei Autobahnen und undurchdringlichem tropischen Regenwald begrenzt wird. Mist - es fängt an zu schütten. So richtig monsunmäßig! Innerhalb von Minuten bin ich komplett nass.

Craig, merke: Steck Regencape und Poncho so ein, dass du sie schnell benutzen kannst!

Am Golfplatz stelle ich mich unter und überlege, ob es vielleicht ein höheres Zeichen ist: Komm noch mal zur Ruhe! Geh die zwei Kilometer durch den Stadtteil! Deinen Schulweg! Ja! Das mache ich! Es muss keinen besinderen Lift' bis zur Haustür geben! Egal wie unangenehm das Wetter ist, überglücklich wandere ich los. Nicht viel hat sich geändert: Die Schule hat jetzt eine Bushaltestelle und 'Propaganda-Graffitis' ("Be the architect of your life!" oder "Respect your parents! Respect your teacher! Respect your country!"). Außerdem gibt es einen neuen Shoplot-Komplex am Fußballfeld. Dort spielt keiner während dem Ramadan.





Mein Herz schlägt immer schneller, je näher ich der Nummer 75, Jalan komme. Auf dm Spielplatz, wo ich so oft mit Danial, Yasmin, Sophia und anderen Kindern aus der Nachbarschaft gespielt habe ist gerade keiner. Eine Rutsche scheint kaputt zu sein. Ich stehe vor meinem zweiten zu Hause und schnaufe noch mal tief durch. Oh, da ist Danial. Schnell verstecke ich mich, um ihn zu erschrecken. Aber daraus wird nichts: Danial ist wie immer schneller. Kurz umarmt er mich, guckt mich verträumt an und rennt ins Haus:

"Craig dah sampai! Craig ada janggut." (my.: Craig ist da. Craig hat Bart).

Ein großes Hallo. Wir fallen uns in die Arme. Meine malaysische Familie. Ich bin zu Hause.

Donnerstag, 18. August 2011

Die Polizei - mein Freund und Helfer

Ladefläche eines Pick-Ups bei 120 km/h
Ich bin glücklich. Gerade habe ich eine Durian gegessen. Das ist diese Stachelfrucht, die vor allem in Malaysia und Thailand gegessen wird. Im Ausland kennt man sie vielleicht auch unter dem Namen 'Stinkfrucht'. Wobei sie meiner Meinung nach natürlich nicht stinkt, sondern duftet. Nach dem Essen stinkt man leider selbst nach Durian. Deshalb überlege ich, ob es schwierig wird, einen Lift zu bekommen. Weit gefehlt: Eine Mutter deutet auf die Ladefläche ihres Pickups. Es windet stark und schließlich verdunkelt sich der Himmel. Dann beginnt es zu schütten. Schnell schmeiß ich meinen Rucksack in den toten Winkel hinter der Fahrerkabine. Wir halten an. Anscheinend hat die Family Mitleid mit mir. Ich ziehe für ein paar Kilometer ins trockene Cockpit.

In einem Dorf auf der Hauptstraße nach Krabi und Phuket steige ich aus. Die Familie stellt mich der lokalen Polizei vor … die kein Englisch spricht. Irgendwie schaffen wir es trotzdem ein paar Informationen auszutauschen.
Der Polizist besteht darauf seine komplette Macht auszuüben:
Er hält einen Überlandbus an und wechselt ein paar Worte mit der Schaffnerin und dm Fahrer. Alle lachen. Sekunden später sitze ich umringt von Touristen im Bus nach Phuket. Ich genieße es, zum ersten mal heute, vernünftiges Englisch zu sprechen.

Neben mir sitzt ein Israeli. In der ganzen Welt trifft man dauernd reisende junge Israelis. Fast immer haben sie gerade erst ihren Militärdienst abgeschlossen und wollen verständlicherweise nun die Welt erkunden. Eric beklagt sich über diesen Militärdienst. Er gönnt sich nun vier Wochen Party, Bier und Strand in Thailand. An einer Kreuzung bedeutet mir die Schaffnerin auszusteigen. Tatsächlich: Wir sind an der Kreuzung mit der Küstenstraße.

Freitag, 22. Juli 2011

Wir sind VDBs!

Nach Stuttgart zu trampen hat super geklappt. Deshalb haben wir auch noch einen sehr großen Zeitpuffer bis zum Boarding. Wir erkunden das Flughafengelände und gehen nochmal richtig deutsch essen: Cheeseburger und Milkshake bei McD ;-) Neben uns werden zwei deutsche Geschäftsleute auf unser Schild aufmerksam. Wir bekommen Cigarillos angeboten und werden von Peter zu einem Drink ins Kempinsky Hotel (wooot wooot) in Mumbai eingeladen - falls wir denn tatsächlich bis dorthin kommen. Natürlich Peter! See you in Kempinsky Mumbai!

"Mumbai und Kuala Lumpur - ist das nah beieinander?"



Um 20.00 sind wir unter den ersten Passagieren am Check-In. Da wir einen Rucksack aufgeben möchten, reichen wir unsere bereits am Automaten ausgedruckten boarding passes über den Counter. Die Frau schaut kurz auf die Tickets, mustert uns dann und sagt mit einem gelassenen Blick: "Jungs, wir haben ein Angebot für euch!" Dario verdreht die Augen. Auch ich erwarte ein nervende Umfrage mit kleinem Dankeschön oder Kredikarten-Angebot. Die hübsche Germanwings-Angestellte löst die genervte Spannung: "Die Maschine ist überbucht. Wir geben euch eine hübsche Summe und ihr fliegt statt heute Abend, morgen früh um 10 Uhr mit Turkish Airlines nach Istanbul."
Ungläubig schauen wir uns an. Nach kurzem Überlegen willigen wir ein. "Kommt bitte 20 Minuten vor Abflug hierhin und es wird sich zeigen, ob wir tatsächlich überbucht sind."

Völlig gehyped von der Situation schlendern und springen wir aus dem Terminal, um noch einmal etwas Zeit im Freien zu verbringen. Aber noch ... ist nichts eingetütet.

20 Minuten vor Check-In-Schluss stehen wir am menschenleeren Counter. Gert (Name der Redakt
ion bekannt) sagt "Es sieht leider für euch schlecht und für uns gut aus: Momentan sind 138 von 144 Passagieren eingecheckt und wie gesagt, sind wir mit zwei Plätzen überbucht." Noch fünf Minuten Spannung.

Dann, tatsächlich: Eine fünfköpfige türkische Familie fliegt um die Ecke und sprintet sichtlich gestresst zum Check-In-Schalter.

Wir grinsen uns an. Gert grinst uns an. 10 Minuten und viel Aufregung, Diskussion und Spaß später haben wir den Deal unterschrieben und halten kostenlose ICE-Vouchers, Lufthansa-Tickets ab München und das "Germanwings-Geschenk" in der Hand. Wir erfahren, dass w
ir im Fachjargon als Voluntary Denied Boarding bezeichnet werden. Wir verabschieden uns herzlich, bedanken uns und tauschen Adressen aus. Ein paar Meter weiter lassen wir unserer Freude noch mal freien Lauf: Juhuuuuu!



Jetzt müssen wir also mitten in der Nacht vom Flughafen mit der S-Bahn zum Stuttgarter Hbf, von dort mit einem ICE nach München und dort nehmen wir eine S-Bahn zum Flughafen (Edmund Stoiber lässt grüßen).

Türkischer Gleisbau-Ingenieur

Nach ein paar Happen Brötchen fangen wir an die Menschen an der Zapfsäule anzusprechen. Ein Holländer, der sein Segelflugzeug in einem etwa 10 Meter langen Hänger transportiert kann beweisen, dass er keinen Platz hat, wünscht uns aber alles Gute.

Dann, welch ein Glück: Zufällig spreche ich Cem an - er ist Türke, frisch gebackener Vater (Glückwünsche!) und arbeitet als Gleisbau-Ingenieur.
Als er aus der Tankstelle kommt reicht er uns Red Bull: Zum ersten mal haben wir etwas ausgegeben bekommen - typisch türkisch hoffentlich?!!
Über Cems Arbeit erfahren wir interessante Dinge: Bauingenieurstudium in Darmstadt, Unternehmensgründung benannt nach den Heimatstädten von Cem uns seiner Frau - wie lieeeb! - und vieles mehr.
Damit kommt hier die wichtige Info:

Falls ihr ein Gleis bracht, beauftragt Cems Firma Sami ;-)
Cem ist auch so nett uns ein bisschen türkisch beizubringen. Er bestätigt auch die Korrektheit von den Sätzen vom Dönermann in Köln (wir hatten aufgrund eines schelmischen Lächelns darauf getippt es seien Schimpfwörter - also Danke auch an Colonia Grill).

Außerdem gibt uns Cem noch wertvolle Tipps für Türkei und seine Sehenswürdigkeiten.

Am Flughafen verabschieden wir uns authentisch: Ein Kuss auf jede Wange! Tessekurler Cem! Es war eine tolle Fahrt mit dir!


Pod, Prison, Porsche & Permanent-Camper

Toothless Igor from Slovenia has just dropped us on the gas station Sinsheim. Now he accelerates his big truck and honks loudly to mean goodbye. Sadly we cannot keep in touch with him - he has no mail address.

A van stops next to us. As the window goes down a distinct we see some distinct facial expressions. Or as we say colocially in German: "Bewusstseinserweiternde Substanzen." it's two hippies. Apparently they've seen our card board: "We are going to Pakistan." - "Whaaaat?" -"No, only joking!" Unfortunately we quickly find out that our route diverges significantly. Going with them would be nuts. Anyways fun smalltalk.

After a short break, on our way to the gas pumps we spot a Porsche Panamera. The guy looks like he's originally from a southeast Asian country: Let's try!

The story is really thrilling: Some short introductory phrases - "I'm just out of prison" - "We need to go to India, Thailand ... You are from Asia, innit?" - "It's better for you if I don't take you with me." - "You must know: It'd be awesome to hitch a ride in a Prosche." - "Oh ... The Panamera. That's one of the cheapest of our cars." - "Please convince him of givin' us a lift, please!" - "It's better for u I don't take you!"

What an enthralling talk. We still can't figure out what he does and why he was in prison.

In front the restaurant an easy-going guy says yes: Dario jumps in the back of the VW bus T3. Terk has a Nordic name, works as a teacher of geography and politics in Hamburg, drinks Club Mate (wantwantwant) and lives in the VW we are riding right now. After a while I get nervous as his navigation system proposes a faster route off the Autobahn. Before we  reach a parking we turn right on a provincial road: First problem!

Luckily non of us understands the navigation system which directs us back on the motorway.

Terk drops us only 2 kilometers before his exit on yet another gas station: Wunnenstein, 40 kilometers north of the Stuttgart airport. We're almost there.

Der Zahnlose Igor

Diese Raststaette ist etwas kleiner im Vergleich zu den beiden vorherigen und etwa
die Hälfte der Fahrer sind mit dem LKW unterwegs.

Doch genau das sollte uns am Ende helfen: Während ich genüsslich mein ersten
Käsebrötchen verschlinge, fragt Craig einige Trucker und winkt mich
schließlich grinsend zu einem riesigen Zug herüber.
"Ich bin 56, ich bin Grossvater, das ist normal!"
Nach dem ersten Blick steht sein Spitzname fest: Der zahnlose Igor.
Bereits 11 Jahre auf allen Straßen Europas unterwegs, kann er dutzende
Sprachen sprechen und ist ein alter Hase auf deutschen Autobahnen. Er
ist bereits Großvater, seine Familie lebt in Slowenien und vor dem
Trucken hat er mit Kobold Großcomputer programmiert! Wir sind
beeindruckt und genießen die Fahrt in Führerhaus.

Dankjewel Mirta und Luuk!

Die gesamte Raststätte ist voll. Allerdings sind nur wenige deutsche
Früh-Fahrer unterwegs. Die Masse machen unsere Nachbarn aus dem
schönen "Nederlands" aus. Wir fragen uns mit "Gud Dag" und
"Dankjuwell" durch die Urlauber, doch viele sind schon voll oder
nehmen "aus Prinzip" keine Tramper mit.

Nach ca. 20 Minuten sind wir schon fast am verzweifeln, bis uns
plötzlich ein junger Mann entgegen kommt und uns mit "Wir haben net
viel Platz, wir können versuchen" begrüßt. Er hatte unser Schild
"Richtung Indien" gesehen.

Das Auto ist tatsächlich ein wenig zu klein für ihn, seine Freundin,
uns beide, unsere Rucksäcke und ihrer kompletten Campingausrüstung.
Doch nach dem Motto "Je voller desto doller" quetschen wir uns zu den
beiden rein.



Sie studieren beide Fotografie in Amsterdam und sind auf dem Weg nach
Frankreich. Craig kann ihnen einen schönen Campingplatz in der Nähe
von Freiburg empfehlen und ich lerne neue Bands kennen (--> Kraftwerk)
und diskutiere mit beiden über die Notwendigkeit von vier
verschiedenen Bechersorten beim Campen :D

Wir wünschen den beiden viel Glück und werden an der Raststätte
Hardstedt rausgelassen.

Mirta showing where we are. Luuk shows where we wanna go.

First Lift: Richtung India

Der große Tag ist da! Wir lassen uns von Travel-College Felix auf die
Raststätte Königsforst bringen und suchen nach unserem ersten "Lift".

Let's be honest: Direction India please!
Schon nach 5 Minuten finde ich ein Pärchen, das beruflich nach Wien
muss: Perfekt! Auf der Fahrt lernen wir die beiden besser kennen. Er
verkauft Fertighäuser und hat früher an Windsurfwettbewerben
teilgenommen, sie ist Krankenschwester und erklärt uns wie in Japan
die Wohnungsgröße angegeben wird: In Matten.

Nach der Ankunft auf der Raststätte Bad Camberg werden uns noch ein
paar Pfirsiche und viele Ratschläge gegeben und wir verabschieden uns
von den beiden. Der erste "Lift" meines Lebens war aufregend!

Donnerstag, 21. Juli 2011

Our Hennessys - Social Sponsoring

Finally the requests that we sent out to numerous outdoor companies for a social sponsoring arrangement bear fruit: The small private company Hennessy Hammocks do what their name says: Great hammocks!

As we planned our trip and after having pondered with friends about the accommodation gear we finally opted for the hammock solution in favor of traditional tents. Reasons are first and foremost weight and versatility. Other nice aspects are the small and flexible packing, the small footprint and thus minimized surface that we have to clean or dry after a night.

We just received the shipment and we tried our hands on it in the nearby park in Cologne.



The hammocks are simply perfect for our tour: Weighing a mere 700 g for the single Hyperlite and 1600 g for the Safari Deluxe which actually can sleep the two of us. We ordered the Hyperlite in the asym zip configuration (zip on one side) that hopefully allows for a more controllable exit. We decided to take the Safari Deluxe in the traditional velcro classic configuration (halfway velcro closure in the bottom) to make way for independent exit in the center. In an asym configuration sleeping two, one might face difficulties to exit through the side. We'll post more videos once we're in a more exotic environment and got used to the setup ;-)

We are really looking forward to use our Hennessys - the best tent in the world and possibly a really cool hitch-hikers companion or as they say:
"It's a hammock. It's a tent. It's a chair. It's a Super Shelter!"
8000+ kilometers of Thanks to Hennessy Hammocks!

Dienstag, 12. Juli 2011

Learn Farsi - Hitchhiking Phrasebook

To bypass language barriers we have already started learning the Persian language (Farsi). In the Kebab shop in his Leipzig house Craig managed to get some authentic lessons over his tasty kebab.

Click the following memo file links to hear Craig saying the German expression first, then the Farsi equivalent.


We're looking forward to learn more Farsi, other languages and even foreign scriptures (Farsi, Hindi, Thai). Let's be polyglots!

آیا شما به فارسی سخن بگویند؟

Kebab Connection - Das Schwarze Brett

Herrlich. In Leipzig scheint die Sonne. Gerade habe ich ein wenig für Mathe gelernt. Jetzt möchte ich mal beim Dönermann in unserem Haus (Oststraße 56) vorbei schauen. Ich weiß, dass die Familie aus dem Iran kommt. Ich bezahl mein Club Mate. Als der Dönermann (ich kenn seinen Namen noch nicht) sich schon abwenden will, frage ich kurz: "Ihr kommt doch aus dem Iran oder?" Eigentlich eine völlig redundante Frage, denn in dem winzigen Raum hängen hunderte Bilder aus dem Iran. Der Satz hat gereicht: Nach und nach taucht die ganze Familie auf. Jeder hat einen Ort, den er oder sie uns empfehlen will.

Esst mehr Döner in der Oststraße 56!
Ich erkläre, wie wir durch Asien trampen wollen und was Trampen überhaupt ist: Ungläubige Gesichter. Der ältere Sohn erklärt es auf Persich (Farsi). Zusammen lernen wir ein paar Sätze Farsi. Die Sätze schreibe ich mir auf mein Dönerpapier auf.
"Farsi lernen auf Dönerpapier"
Nach lautem Wortwechsel, wildem Gelächter über meine Aussprachefehler erwähne ich, dass wir noch nicht in allen orten, CouchSurfer haben, wo wir es wollen. Nur einen Wimperschlag später bietet mir der Dönermann an, dass wir bei einem seiner Freunde in Teheran unterkommen können. Da ich soviel stinkenden, smog-ige und stau-ige Geschichten über die 17-Millionen-Metropole gehört habe, frage ich noch mal wie besuchenswert die iranische Hauptstadt ist. Aber das machen sie mir schnell mit vielen Bildern mehr als klar.
"Bist du, wie der Dönermann?"
Jetzt sind wir auf eine Idee gekommen: Wenn du, wie der Dönermann bist und jemanden entlang unserer Route kennst und auch noch denkst, dass er sich über einen Besuch von entfernten Bekannten - uns - freut, dann sag es uns. Wir nennen das: Das Schwarze Brett.

Of coarse days can vary ;-)
  • Istanbul (22-24. Jul, CouchSurfing)
  • Ankara (24-25, thanks to Berk & AFS friend Emre)
  • Capadoccia (25-27, Camping)
  • Gaziantep (27-28, CouchSurfing)
  • Mardin (28-29, Camping)
  • Van/ Hakkari (29-30, Camping)
  • Tabriz (30-31, CouchSurfing)
  • Teheran (31. Jul-1. Aug, Dönermann-Freund)
  • Isfahan/Badrood (1-3, CouchSurfing)
  • Shiraz (3-5, CouchSurfing)
  • Delhi (5-6, thanks to Daniela offering to host)
  • Agra (6-7, CouchSurfing)
  • BetweenAgraAndMumbai (7-10)
  • Bangkok (16-17, CouchSurfing)
  • BetweenBangkokAndHatYai (17-18, Camping)
  • Hat Yai (18-19, Camping)
  • PenangOrPerlis (19-20, Camping or CouchSurfing)
Gib uns deine Ideen in einem Kommentar!
Danke. teşekkür ederim.   शुक्रिया.   با تشکر از شما.   ขอบคุณคุณ.   terima kasih.

Our Route - Built for Serendipities

We want to give everybody a short insight on our route. As you know hitchhiking is not something tightly scheduled or planned, so we might diverge from our track to other places and serendipities from time to time.

Our quest is really tough and we know that some will think: "What? - from Turkey to India in three weeks and then on to Malaysia?" Let's face it: We will be traveling in mostly developed countries so that the roads should be pretty ok and hitchhiking a fast means of transport. In big cities we try to find CouchSurfers. At sites of lush nature we camp.


Why are we forced to skip Pakistan and Myanmar? It's about political and infrastructural reasons and at the end of the day also our holiday time slot! The idea about this trip emerged six weeks before our departure: It's nuts to think you can get the visa from these four countries in this time frame. See our post on visas for more. Today the silkroad is possibly the toughest route you can travel - not in terms of transport but concerning the political circumstances. In plain English: 20 years ago, it would have been easier to travel this route. Over and over again Craig talked with the Pakistan embassy, scanned the Internet for advice and called people who managed to get an overland visa for Pakistan before. The result: If you have loads of time for organizing things (which we don't apparently) and if and only if you have connections with somebody at the Pakistan embassy you might be given a overland visa after weeks. Pakistan only issues visa if you can show a valid return air ticket. Another reason against Pakistan: it had meant five days of desert only! I think now you can understand why we skip Pakistan. Myanmar is another story. This country is essentially locked up for hitchhikers: No borders with Bangladesh or India. Once we have more time we'll come to these nice countries definitely!
"silkroad & highway, desert & rainforest, laid-back village & bustling Megalopolis."
Coming back to our route: We'll stay longer at special places and autostop approximately five hours on hitching days. We hit the road in Germany to thumb it to Stuttgart airport. But only in Istanbul the project really starts: After some days at the Bosporus (possibly Ankara) and camping around Cappadocia we'll enter Anatolia ;-) Then crossing the dusty Turkey-Iran border at Esendere moving towards Tabriz, Teheran and then the historic cities of Isfahan and Shiraz in a hot desert plain. From there - owed to above reasons - we'll catch a flight to Delhi. The route for the 1200++ kilometers to Mumbai is not fixed yet. From India Craig is going to skip Myanmar for Thailand. From there the last leg leads to Kuala Lumpur in Malaysia through lush rainforests. With approximately 8500 km (shortest route) we're going to cover close to 70% of a true overland route.
"Surfing Iran, hitching Anatolia & camping jungle."
I hope that gives you an idea.

Keep thumbing ...

Daumen hoch! Trampen. Wie? Wo? Warum?



Für all jene, die Fragen zum Trampen haben und keinen langen Text lesen wollen. ;-)

Montag, 4. Juli 2011

Deutsche Meisterschaft im Mittelstreckentrampen - Die Generalprobe

Im Juni 2011 habe ich mit mehreren Freunden an der Deutschen Meisterschaft im Mittelstreckentrampen teilgenommen. Mit vielen anderen Trampern hatten wir viel Spaß. Bei dem 400 km-Rennen von Freiburg zum Lago d‘Orta in Norditalien machten Dany und ich mit viel Spaß und ohne Stress den 6. Platz von 60 Teams. Den langen Rückweg nach Leipzig krönten wir mit unserem ersten Deutsche Bahn-Lift: Der humorvolle Schaffner entgegnete meiner Bitte mit: „Was, kein Geld? ... Also kein Ticket? .... Macht das ihr reinkommt!“




Über unsere Erlebnisse habe ich auf meinem Reiseblog Quest4Serendipity geschrieben.

Jetzt freue ich mich wirklich riesig auf ein noch viel größeres Abenteuer mit Dario.