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Dienstag, 12. Juli 2011

Kebab Connection - Das Schwarze Brett

Herrlich. In Leipzig scheint die Sonne. Gerade habe ich ein wenig für Mathe gelernt. Jetzt möchte ich mal beim Dönermann in unserem Haus (Oststraße 56) vorbei schauen. Ich weiß, dass die Familie aus dem Iran kommt. Ich bezahl mein Club Mate. Als der Dönermann (ich kenn seinen Namen noch nicht) sich schon abwenden will, frage ich kurz: "Ihr kommt doch aus dem Iran oder?" Eigentlich eine völlig redundante Frage, denn in dem winzigen Raum hängen hunderte Bilder aus dem Iran. Der Satz hat gereicht: Nach und nach taucht die ganze Familie auf. Jeder hat einen Ort, den er oder sie uns empfehlen will.

Esst mehr Döner in der Oststraße 56!
Ich erkläre, wie wir durch Asien trampen wollen und was Trampen überhaupt ist: Ungläubige Gesichter. Der ältere Sohn erklärt es auf Persich (Farsi). Zusammen lernen wir ein paar Sätze Farsi. Die Sätze schreibe ich mir auf mein Dönerpapier auf.
"Farsi lernen auf Dönerpapier"
Nach lautem Wortwechsel, wildem Gelächter über meine Aussprachefehler erwähne ich, dass wir noch nicht in allen orten, CouchSurfer haben, wo wir es wollen. Nur einen Wimperschlag später bietet mir der Dönermann an, dass wir bei einem seiner Freunde in Teheran unterkommen können. Da ich soviel stinkenden, smog-ige und stau-ige Geschichten über die 17-Millionen-Metropole gehört habe, frage ich noch mal wie besuchenswert die iranische Hauptstadt ist. Aber das machen sie mir schnell mit vielen Bildern mehr als klar.
"Bist du, wie der Dönermann?"
Jetzt sind wir auf eine Idee gekommen: Wenn du, wie der Dönermann bist und jemanden entlang unserer Route kennst und auch noch denkst, dass er sich über einen Besuch von entfernten Bekannten - uns - freut, dann sag es uns. Wir nennen das: Das Schwarze Brett.

Of coarse days can vary ;-)
  • Istanbul (22-24. Jul, CouchSurfing)
  • Ankara (24-25, thanks to Berk & AFS friend Emre)
  • Capadoccia (25-27, Camping)
  • Gaziantep (27-28, CouchSurfing)
  • Mardin (28-29, Camping)
  • Van/ Hakkari (29-30, Camping)
  • Tabriz (30-31, CouchSurfing)
  • Teheran (31. Jul-1. Aug, Dönermann-Freund)
  • Isfahan/Badrood (1-3, CouchSurfing)
  • Shiraz (3-5, CouchSurfing)
  • Delhi (5-6, thanks to Daniela offering to host)
  • Agra (6-7, CouchSurfing)
  • BetweenAgraAndMumbai (7-10)
  • Bangkok (16-17, CouchSurfing)
  • BetweenBangkokAndHatYai (17-18, Camping)
  • Hat Yai (18-19, Camping)
  • PenangOrPerlis (19-20, Camping or CouchSurfing)
Gib uns deine Ideen in einem Kommentar!
Danke. teşekkür ederim.   शुक्रिया.   با تشکر از شما.   ขอบคุณคุณ.   terima kasih.

Die Checkliste

Fliegenleicht und kompakt – das ist das ultimative Ziel für unsere Ausstattung auf dieser Reise. Wir möchten möglichst wenig Luxus mitnehmen. Wer schon einmal im Globetrotter war, weiß wie schwierig das ist, denn man kann so schnell eine Abenteuerreise in eine Luxustour verwandeln, wenn nur das Geld da ist.
"Abenteuer vs. Luxus"
Wir nehmen 30 bzw. 45-Liter Rucksäcke mit. Unsere Ausrüstung richtet sich vor allem nach folgenden Zielen: Gewicht, Volumen, Unabhängigkeit und "interkulturellen Begegnungen".

Einige wichtige Dinge fehlen uns noch. Wenn du uns aushelfen (leihen) kannst, freuen wir uns riesig. Für Dario suchen wir noch einen geeigneten Rucksack. Gestern hat Craig seinen Rucksack repariert: Schnallen ersetzt und Bänder verkürzt. Jetzt kann Craig mit dem Rucksack wieder auf "Steine springen".

Eine Reise-Checkliste mit Dingen, die wir mitnehmen wollen:

Nimm's mit oder stirb!
  • Bauchtasche (Reisepass, Flugtickets, Zahlungsbelege)
  • Geldbeutel (DKB-Karte, Pass-Kopien, 150g je nach Inhalt ;-) )
  • Diabetes-Zubehör (Insulin, Set, Reiseerlaubnis; 150g)
  • iPod Touch (unser "zweites Gehirn": Karten, Adressen, Phrasebooks, Musik, Tagebuch; 101g)
Ziemlich nützlich
  • Edding  ;-)
  • Hängematte mit Mosquitonetz (thanks to Hennessy Hammocks for sponsoring us, 700g)
  • Wanderschuhe/Sandalen (Gewicht uninteressant)
  • Regenjacke (150g)
  • Fleece-Jacke (Danke an Mina, 150g)
  • Shirts & Hemden (3 Stück; 400g)
  • Splithose (8 RV/Klett-Taschen, 3 mal "abzippbar" yay!; 350g)
  • Boxershorts & Socken (150g)
  • Sarong / Cocoon (90g)
  • Badehose (in den Ländern ist nicht so mit FKK ;-) 40g)
  • Travel-Handtuch ("Luxus!" ;-); 60g)
  • Stirnlampe (vielen Dank an Robert, 100g)
  • Batterien (200g)
  • Handy (Ladekabel; 110g)
  • iPod Ladekabel
  • Adapter (37g)
  • Sonnencreme (200g)
  • Moskito-Power-Abwehr (100g)
  • PADI-Tauchpass (Zertifikat)
  • Proviant (hoffentlich gutes "Genuss-Energie-Gewichts-Verhältnis"; 1000g)
  • Taschenmesser (80g)
  • Spork
  • Spirituskocher (Behältnis & Flasche dank Mina, 200g)
  • Alu-Kochtopf & Pfanne (Danke an Dany, 200g)
  • Wasserblase (100g)
  • Drybag (48g)
  • Rucksack Regen-Cape
  • Hygieneartikel (Zahnpasta, Zahnbürste, Seife; 100g)
  • Reiseapotheke (Pflaster, Malaria-Prophylaxe, Kohle-Filmtabletten, Iberogast, 150g)
  • Souvenirs (Münzen, Postkarten, Kitsch, selbstgebastelte "Kölner Dömchen-Filz-Untersetzer"; 300g)
  • Point it (Buch mit Illustrationen zum Draufzeigen; 52g)
Wenn's noch rein passt
  • Bodybag (100g)
  • Regen-Poncho
  • Hygieneartikel (Waschseife, Shampoo, Duschgel; 150g)
  • Buch
  • weitere leichte Hose
  • Salz & Pfeffer & Öl (100g)
  • Plastikflaschen (zum Reinfüllen)
Einige Gewichtsangaben haben wir geschätzt. Mit Aufteilen von bestimmten Dingen, Weglassen von Klamotten, die wir tragen und Hinzurechnen vom Rucksackgewicht (1500g) kommen wir auf etwa 4 kg Trage-Gewicht für jeden. Gut?

Bitte verrat uns deine Vorschläge über weitere Dinge, die wir brauchen könnten.

Freitag, 8. Juli 2011

Es funkelt und glitzert!

Herrlich! Der Bürokratie-Stress ist vorbei: Nachdem Dario schon letzte Woche sein Iran-Visum zurück bekommen hat, funkelt und glitzert nun auch in meinem Pass ein iranisches Visum.

Morgens um 11 Uhr klingelte der UPS-Angestellte und ich öffnete ihm voller Enthusiasmus die Haustür und kritzelte meine Unterschrift in sein UPS-Gerät.
Iran-Visum oder Panini-Glitzer-Sammelbild?
Das iranische Visum ist sehr besonders: Mit Hologramm, Perspektiven-Farbwechsel und glitzerndem Iran-Umriss. Kurzum es erinnert mich stark an eine Pokémon-Glitzerkarte oder ein Panini-Sonderbild. Nirgendwo ist mein Name in lateinischen Buchstaben zu erkennen. Den werde ich noch auf arabisch ausmachen müssen.
Das Iran-Visum - wie ein feiner, glitzernder Orient-Teppich

Insgesamt ist es also ein wertvoller Ratschlag, den wir bezüglich der iranischen Visa machen können: Sicher, unkompliziert, schnell über eine Visa-Agentur!

Jetzt habe ich vor, mir vom Dönermann im Haus mal ein paar Sätze auf Persich (Farsi) beibringen zu lassen. am wichtigsten natürlich: "Guten Tag", "Danke", "Ich heiße ...", "Das ist lecker", "Mehr dovon, bitte ;-)", "Wohin fahren Sie?", "Können Sie uns ein Stück mitnehmen?".

Mal sehen.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Vorfreude auf kulinarisches Feuerwerk

Dario und ich freuen uns riesig bald wieder authentische indische Gerichte zu genießen: Scharfer, goldgelber Curryreis mit zahlreichem Beilagen-Matsch, Tandoori-Gerichte und Naan-Brot.

In Vorfreude auf die Reise kochen Mina und ich indisch. Dabei benutzen wir zum ersten Mal überhaupt, die indischen Teller, die ich vor zwei Jahren in Kuala Lumpur gekauft habe.

Papadam, Tofu-Gemüse-Curry-Kartoffeln,
Kräuter-Joghurt, Martas Linsen-Suppe, Früchte-Lassi
Gerade haben wir Riesenmengen an Blumenkohl und Früchten gedumpstered, dazu noch Möhren, Kartoffeln und Paprika. Mit Tofu und den tollen indischen Gewürzmischungen panschen wir ein tolle Hauptmahlzeit zusammen. Um das ganze noch optisch abzurunden und den Gaumen vielfältig zu verwöhnen machen wir Martas Tomaten-Linsen-Suppe von gestern noch warm. Noch ein bisschen Joghurt und dann schmeißen wir die rohen Papadam-Brote aus Linsenmehl auf die heiße Herdplatte. Innerhalb von Sekunden kräuseln sie sich und nehmen die gewohnte Form an.
dumpstered Gemüse & Früchte + Gewürze + Papadam = ein Stück Indien in der Oststraße 56
Fertig .... oder ??? ... Halt! Ein Lassi fehlt! Aber auch das haben wir schnell gemacht: Ananas, Melone, Bananen und Eiswürfel in den Mixer und fertig ist die kulinarische Reise in den fernen Osten.

Ich freue mich drauf, dass es noch authentischer wird - bald - in Indien.

Montag, 4. Juli 2011

Deutsche Meisterschaft im Mittelstreckentrampen - Die Generalprobe

Im Juni 2011 habe ich mit mehreren Freunden an der Deutschen Meisterschaft im Mittelstreckentrampen teilgenommen. Mit vielen anderen Trampern hatten wir viel Spaß. Bei dem 400 km-Rennen von Freiburg zum Lago d‘Orta in Norditalien machten Dany und ich mit viel Spaß und ohne Stress den 6. Platz von 60 Teams. Den langen Rückweg nach Leipzig krönten wir mit unserem ersten Deutsche Bahn-Lift: Der humorvolle Schaffner entgegnete meiner Bitte mit: „Was, kein Geld? ... Also kein Ticket? .... Macht das ihr reinkommt!“




Über unsere Erlebnisse habe ich auf meinem Reiseblog Quest4Serendipity geschrieben.

Jetzt freue ich mich wirklich riesig auf ein noch viel größeres Abenteuer mit Dario.

Montag, 20. Juni 2011

Visa-Anträge - Eine Odysee

Nach zwei Wochen hin-und-her-telefonieren mit den Botschaften von Iran, Indien und Pakistan ist es endlich vollbracht. Wir haben die ersten Visa-Anträge losgeschickt.

Bevor ich mit Dany zur Deutschen Meisterschaft im Mittelstreckentrampen aufbreche,
verschicke ich meinen Visaantrag für Indien
Mittlerweile sind wir uns sicher: In Deutschland ist es einfacher ein Haus zu kaufen oder ein Bankkonto zu eröffnen, als ein Visa für Pakistan zu beantragen. Dauernd entdeckten wir neue Probleme:

1. Problem: Pakistan und Indien vergeben gar nicht mehr direkt über ihre Botschaften Visa, sondern haben ihr Konsularwesen ausgelagert und an private Unternehmen abgegeben. Das bedeutet natürlich leider auch doppelt so viele Bestimmungen, doppelt so viele Informationsquellen und mindestens doppelt so viele Widersprüche: Hier heißt es "zwei Passbilder mit blauem Hintergrund", während mir die Konsularangestellte am Telefon von einem normalen Passbild spricht. In diesem Konsular werden auf einer Webpage vier Wochen, auf einer verlinkten Webpage der gleichen Botschaft!!! sieben Tage Bearbeitungszeit angegeben. Trotzdem kämpfen wir uns durch den Bürokratie-Dschungel weiter.

"Wir kämpfen uns durch den Bürokratie-Dschungel"

2. Problem: In mehreren Anträgen sollen wir eine Kontaktperson in dem jeweiligen Land angeben oder sogar jemanden der für uns finanziell bürgen kann. Wie sollten wir denn so jemanden bitte kennen? Naja, letztendlich finden wir heraus, dass wir einfach fiktive Personen nehmen oder diese Felder sogar frei lassen können. Wir wählen ein Fünf-Sterne-Hotel in Isfahan und angebliche Travel Agencies. ;-)

3. Problem: Der Iran vergibt Visa nach einer besonderen Methode: Wir beantragen zunächst beim iranischen Außenministerium in Teheran einen Code und mit diesem Code können wir in einem iranischen Konsulat in Deutschland das Visum und den Stempel bekommen. Sehr seltsam.

"Das iranische Visum ... Sehr seltsam!"

4. Problem: Die Zeit rennt uns davon: Wie so oft, entstand die Idee für diesen Urlaub sehr spontan und zwar nachdem wir mit Freunden den Film "Into The Wild" gesehen hatten. Das heißt, wir haben sechs Wochen vor der geplanten Abreise die Reise angefangen zu planen. Richtig erfahrene Leute, die sich keinen Stress machen wollen, fangen ein oder mehrere Jahre vorher damit an. Naja, wir werden es trotzdem schaffen. Es gibt Quellen, welche von Bearbeitungszeiten von zwei Wochen für das Indische und von mehr als drei Wochen für den iranischen Wisch sprechen. Uns bleiben aber nur noch fünf Wochen!

Dann geht's hoffentlich bald ohne oder nur mit abenteuerlichen Problemen los!

Unsere Tipps:

Indisches Visum:
  • zuständiges Konsulat bestimmen
  • postalischer Weg (Antragsformular, zwei Passbilder, Zahlungsbeleg, frankierter Rückumschlag, Bearbeitung: 7 Werktage)
  • persönliche Vorsprache (Antragsformular, zwei Passbilder, bar bezahlen, Rückgabe am gleichen Tag möglich)
Dario hat sein Indien-Visum bereits erhalten.

Iranisches Visum:
  • Visa-Agentur Visa Dienst Bonn GmbH & Co. KG beauftragen (wichtig: Stelle München)
  • Auftragsformular
  • Antragsformular
  • zwei Passbilder (z.B. Fotofix)
  • Zusatzformular
  • Bearbeitung: 7 Werktage
  • Rücklieferung per UPS mit Tracking-Code
Jetzt können wir uns langsam um die Ausrüstung kümmern. Das macht mehr Spaß, als Bürokratie!