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Dienstag, 12. Juli 2011

Our Route - Built for Serendipities

We want to give everybody a short insight on our route. As you know hitchhiking is not something tightly scheduled or planned, so we might diverge from our track to other places and serendipities from time to time.

Our quest is really tough and we know that some will think: "What? - from Turkey to India in three weeks and then on to Malaysia?" Let's face it: We will be traveling in mostly developed countries so that the roads should be pretty ok and hitchhiking a fast means of transport. In big cities we try to find CouchSurfers. At sites of lush nature we camp.


Why are we forced to skip Pakistan and Myanmar? It's about political and infrastructural reasons and at the end of the day also our holiday time slot! The idea about this trip emerged six weeks before our departure: It's nuts to think you can get the visa from these four countries in this time frame. See our post on visas for more. Today the silkroad is possibly the toughest route you can travel - not in terms of transport but concerning the political circumstances. In plain English: 20 years ago, it would have been easier to travel this route. Over and over again Craig talked with the Pakistan embassy, scanned the Internet for advice and called people who managed to get an overland visa for Pakistan before. The result: If you have loads of time for organizing things (which we don't apparently) and if and only if you have connections with somebody at the Pakistan embassy you might be given a overland visa after weeks. Pakistan only issues visa if you can show a valid return air ticket. Another reason against Pakistan: it had meant five days of desert only! I think now you can understand why we skip Pakistan. Myanmar is another story. This country is essentially locked up for hitchhikers: No borders with Bangladesh or India. Once we have more time we'll come to these nice countries definitely!
"silkroad & highway, desert & rainforest, laid-back village & bustling Megalopolis."
Coming back to our route: We'll stay longer at special places and autostop approximately five hours on hitching days. We hit the road in Germany to thumb it to Stuttgart airport. But only in Istanbul the project really starts: After some days at the Bosporus (possibly Ankara) and camping around Cappadocia we'll enter Anatolia ;-) Then crossing the dusty Turkey-Iran border at Esendere moving towards Tabriz, Teheran and then the historic cities of Isfahan and Shiraz in a hot desert plain. From there - owed to above reasons - we'll catch a flight to Delhi. The route for the 1200++ kilometers to Mumbai is not fixed yet. From India Craig is going to skip Myanmar for Thailand. From there the last leg leads to Kuala Lumpur in Malaysia through lush rainforests. With approximately 8500 km (shortest route) we're going to cover close to 70% of a true overland route.
"Surfing Iran, hitching Anatolia & camping jungle."
I hope that gives you an idea.

Keep thumbing ...

Freitag, 8. Juli 2011

Es funkelt und glitzert!

Herrlich! Der Bürokratie-Stress ist vorbei: Nachdem Dario schon letzte Woche sein Iran-Visum zurück bekommen hat, funkelt und glitzert nun auch in meinem Pass ein iranisches Visum.

Morgens um 11 Uhr klingelte der UPS-Angestellte und ich öffnete ihm voller Enthusiasmus die Haustür und kritzelte meine Unterschrift in sein UPS-Gerät.
Iran-Visum oder Panini-Glitzer-Sammelbild?
Das iranische Visum ist sehr besonders: Mit Hologramm, Perspektiven-Farbwechsel und glitzerndem Iran-Umriss. Kurzum es erinnert mich stark an eine Pokémon-Glitzerkarte oder ein Panini-Sonderbild. Nirgendwo ist mein Name in lateinischen Buchstaben zu erkennen. Den werde ich noch auf arabisch ausmachen müssen.
Das Iran-Visum - wie ein feiner, glitzernder Orient-Teppich

Insgesamt ist es also ein wertvoller Ratschlag, den wir bezüglich der iranischen Visa machen können: Sicher, unkompliziert, schnell über eine Visa-Agentur!

Jetzt habe ich vor, mir vom Dönermann im Haus mal ein paar Sätze auf Persich (Farsi) beibringen zu lassen. am wichtigsten natürlich: "Guten Tag", "Danke", "Ich heiße ...", "Das ist lecker", "Mehr dovon, bitte ;-)", "Wohin fahren Sie?", "Können Sie uns ein Stück mitnehmen?".

Mal sehen.

Montag, 20. Juni 2011

Visa-Anträge - Eine Odysee

Nach zwei Wochen hin-und-her-telefonieren mit den Botschaften von Iran, Indien und Pakistan ist es endlich vollbracht. Wir haben die ersten Visa-Anträge losgeschickt.

Bevor ich mit Dany zur Deutschen Meisterschaft im Mittelstreckentrampen aufbreche,
verschicke ich meinen Visaantrag für Indien
Mittlerweile sind wir uns sicher: In Deutschland ist es einfacher ein Haus zu kaufen oder ein Bankkonto zu eröffnen, als ein Visa für Pakistan zu beantragen. Dauernd entdeckten wir neue Probleme:

1. Problem: Pakistan und Indien vergeben gar nicht mehr direkt über ihre Botschaften Visa, sondern haben ihr Konsularwesen ausgelagert und an private Unternehmen abgegeben. Das bedeutet natürlich leider auch doppelt so viele Bestimmungen, doppelt so viele Informationsquellen und mindestens doppelt so viele Widersprüche: Hier heißt es "zwei Passbilder mit blauem Hintergrund", während mir die Konsularangestellte am Telefon von einem normalen Passbild spricht. In diesem Konsular werden auf einer Webpage vier Wochen, auf einer verlinkten Webpage der gleichen Botschaft!!! sieben Tage Bearbeitungszeit angegeben. Trotzdem kämpfen wir uns durch den Bürokratie-Dschungel weiter.

"Wir kämpfen uns durch den Bürokratie-Dschungel"

2. Problem: In mehreren Anträgen sollen wir eine Kontaktperson in dem jeweiligen Land angeben oder sogar jemanden der für uns finanziell bürgen kann. Wie sollten wir denn so jemanden bitte kennen? Naja, letztendlich finden wir heraus, dass wir einfach fiktive Personen nehmen oder diese Felder sogar frei lassen können. Wir wählen ein Fünf-Sterne-Hotel in Isfahan und angebliche Travel Agencies. ;-)

3. Problem: Der Iran vergibt Visa nach einer besonderen Methode: Wir beantragen zunächst beim iranischen Außenministerium in Teheran einen Code und mit diesem Code können wir in einem iranischen Konsulat in Deutschland das Visum und den Stempel bekommen. Sehr seltsam.

"Das iranische Visum ... Sehr seltsam!"

4. Problem: Die Zeit rennt uns davon: Wie so oft, entstand die Idee für diesen Urlaub sehr spontan und zwar nachdem wir mit Freunden den Film "Into The Wild" gesehen hatten. Das heißt, wir haben sechs Wochen vor der geplanten Abreise die Reise angefangen zu planen. Richtig erfahrene Leute, die sich keinen Stress machen wollen, fangen ein oder mehrere Jahre vorher damit an. Naja, wir werden es trotzdem schaffen. Es gibt Quellen, welche von Bearbeitungszeiten von zwei Wochen für das Indische und von mehr als drei Wochen für den iranischen Wisch sprechen. Uns bleiben aber nur noch fünf Wochen!

Dann geht's hoffentlich bald ohne oder nur mit abenteuerlichen Problemen los!

Unsere Tipps:

Indisches Visum:
  • zuständiges Konsulat bestimmen
  • postalischer Weg (Antragsformular, zwei Passbilder, Zahlungsbeleg, frankierter Rückumschlag, Bearbeitung: 7 Werktage)
  • persönliche Vorsprache (Antragsformular, zwei Passbilder, bar bezahlen, Rückgabe am gleichen Tag möglich)
Dario hat sein Indien-Visum bereits erhalten.

Iranisches Visum:
  • Visa-Agentur Visa Dienst Bonn GmbH & Co. KG beauftragen (wichtig: Stelle München)
  • Auftragsformular
  • Antragsformular
  • zwei Passbilder (z.B. Fotofix)
  • Zusatzformular
  • Bearbeitung: 7 Werktage
  • Rücklieferung per UPS mit Tracking-Code
Jetzt können wir uns langsam um die Ausrüstung kümmern. Das macht mehr Spaß, als Bürokratie!