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Samstag, 20. August 2011

Balik Kampung

Pekan Rabu - Market in Alor Star, Kedah

Mit Bob hatte ich eine herrliche Zeit. Nach der Polizeistreife gestern Abend nimmt er mich nun mit zum landesweit bekannten Markt von Alor Star.

Gestern hat mir ein netter Polizist eine traditionelle Art von Zigarette vorgestellt. Es heißt übersetzt 'Blätter Zigarette'. Das beschreibt sie auch ziemlich gut: Ein bisschen Tabak kommt in ein getrocknetes Blatt eines speziellen Baumes und wird wieder zusammen gerollt. Fertig. Da habe ich natürlich gleich an Gerd (Name geändert) gedacht und möchte ihm ein paar dieser Zigaretten mitbringen. Wir kaufen noch ein paar andere Spezialitäten, denn das ist Sitte in Malaysia, wenn man zu Besuch kommt.

Bob bringt mich auf die Autobahn und scheint selbst nervöser zu sein als ich: Die Stories vom LKW-Fahren haben ihn anscheinend besonders beeindruckt. Er möchte unbedingt Trucker fragen. Zum Glück fährt keiner von denen passend für mich. Deshalb verabschieden wir uns und ich versuche mein Glück alleine. Das tritt auch ziemlich schnell ein: Ich bekomme einen 'Straight lift' nach Shah Alam in einem schnellen Auto! Yay. Mit dem malaiischen Paar unterhalte ich mich lange über die Reise, über die Dinge die ich an Malaysia mag und die unterschiedlichen Schulsysteme. Die beiden sind begeistert, als ich ihnen ein Bild aus dem Iran von dem Auto (Proton CamPro) zeige, in dem wir beide sitzen. Das war echt ein Zufall, ein malaysisches Auto zu sehen, wo es im Iran praktisch nur vier Modelle gibt. Ich bin überrascht, dass sie Zärtlichkeiten austauschen. Natürlich finde ich Streicheln und Kuscheln total schön, nur in Malaysia hab ich's einfach fast nie gesehen. In der Öffentlichkeit ist es sogar verboten - zumindest Küssen. Irgendwie hat's mich also gefreut zu sehen, dass die beiden sich auch in der Form lieb haben ;-) Nach ein zwei Stunden schlafe ich - mit Genehmigung - ein. Viel früher als geplant erreiche ich Bukit Jelutong, mein 'Kampung'. 'Balik Kampung' ist Malaysisch für 'Zurück in die Heimat' oder direkt übersetzt 'zurückkehren Dorf'.

Die beiden setzen mich an der Autobahnauffahrt 'Bukit Jelutong Sentral' ab - auf der Autobahn! Schon damals war es für mich schwierig, BJ zu verlassen, da der dreieckige Stadtteil von zwei Autobahnen und undurchdringlichem tropischen Regenwald begrenzt wird. Mist - es fängt an zu schütten. So richtig monsunmäßig! Innerhalb von Minuten bin ich komplett nass.

Craig, merke: Steck Regencape und Poncho so ein, dass du sie schnell benutzen kannst!

Am Golfplatz stelle ich mich unter und überlege, ob es vielleicht ein höheres Zeichen ist: Komm noch mal zur Ruhe! Geh die zwei Kilometer durch den Stadtteil! Deinen Schulweg! Ja! Das mache ich! Es muss keinen besinderen Lift' bis zur Haustür geben! Egal wie unangenehm das Wetter ist, überglücklich wandere ich los. Nicht viel hat sich geändert: Die Schule hat jetzt eine Bushaltestelle und 'Propaganda-Graffitis' ("Be the architect of your life!" oder "Respect your parents! Respect your teacher! Respect your country!"). Außerdem gibt es einen neuen Shoplot-Komplex am Fußballfeld. Dort spielt keiner während dem Ramadan.





Mein Herz schlägt immer schneller, je näher ich der Nummer 75, Jalan komme. Auf dm Spielplatz, wo ich so oft mit Danial, Yasmin, Sophia und anderen Kindern aus der Nachbarschaft gespielt habe ist gerade keiner. Eine Rutsche scheint kaputt zu sein. Ich stehe vor meinem zweiten zu Hause und schnaufe noch mal tief durch. Oh, da ist Danial. Schnell verstecke ich mich, um ihn zu erschrecken. Aber daraus wird nichts: Danial ist wie immer schneller. Kurz umarmt er mich, guckt mich verträumt an und rennt ins Haus:

"Craig dah sampai! Craig ada janggut." (my.: Craig ist da. Craig hat Bart).

Ein großes Hallo. Wir fallen uns in die Arme. Meine malaysische Familie. Ich bin zu Hause.

Freitag, 19. August 2011

Thailand Summary


McFlurry Oreo & Immigration



Der Geschäftsmann aus Bangkok scheint sich nicht wirklich in Hat Yai - der südlichsten Großstadt in Thailand - auszukennen. Na gut - Ich habe auch vergessen zu überlegen, wo lang es weiter geht. Ich hab mich noch nicht für einen der beiden Grenzübergänge entschieden. Naja - erst man rauskommen aus dieser Stadt voller Staus. Übrigens bin ich hier laut Medien wieder in einer Todeszone (!). Tatsächlich leben hier aber viele nette Menschen seit in Frieden - zumindest seit mehreren Monaten schon gab es keine Bombenanschläge.

Mehrere Pick-up-Busse bringen much kostenfrei weiter Richtung Süden. In den Vorstädten von Hat Yai hisse ich zum ersten Mal meine kleine malaysische Flagge. Die vorbeifahrenden lachen darüber. Leider sind die wenigsten malaysische Autos. Ich bin aufgeregt, bald wieder Malaysisch zu sprechen.

Da … ein dickes, schnelles Auto hält an. Yahya lacht mich an - noch unwissend, dass wir ab jetzt Malaysisch sprechen werden. Er hat in Malaysia studiert, ist Muslim und wohnt auf der thailändischen Seite einer der Grenzstädte. Yahya ist begeistert und lädt mich zu sich nach Hause ein. Leider lehne ich ab, denn ich möchte  noch im Hellen ankommen.


Der Grenzort Bukit Ayer Hitam ist lebendig und bunt: Viele zollfreie Läden, viele Prostituierte, viele Kontaktleute für zwielichtige Geschäfte und viele LKWs. Bevor ich zur Immigration gehe, haue ich noch die letzten thailändischen Bahts auf den Kopf: Ein paar Souvenirs und jaaaaa … ein McFlurry Oreo … Mmmmmh lecka. 

Donnerstag, 18. August 2011

Die Polizei - mein Freund und Helfer

Ladefläche eines Pick-Ups bei 120 km/h
Ich bin glücklich. Gerade habe ich eine Durian gegessen. Das ist diese Stachelfrucht, die vor allem in Malaysia und Thailand gegessen wird. Im Ausland kennt man sie vielleicht auch unter dem Namen 'Stinkfrucht'. Wobei sie meiner Meinung nach natürlich nicht stinkt, sondern duftet. Nach dem Essen stinkt man leider selbst nach Durian. Deshalb überlege ich, ob es schwierig wird, einen Lift zu bekommen. Weit gefehlt: Eine Mutter deutet auf die Ladefläche ihres Pickups. Es windet stark und schließlich verdunkelt sich der Himmel. Dann beginnt es zu schütten. Schnell schmeiß ich meinen Rucksack in den toten Winkel hinter der Fahrerkabine. Wir halten an. Anscheinend hat die Family Mitleid mit mir. Ich ziehe für ein paar Kilometer ins trockene Cockpit.

In einem Dorf auf der Hauptstraße nach Krabi und Phuket steige ich aus. Die Familie stellt mich der lokalen Polizei vor … die kein Englisch spricht. Irgendwie schaffen wir es trotzdem ein paar Informationen auszutauschen.
Der Polizist besteht darauf seine komplette Macht auszuüben:
Er hält einen Überlandbus an und wechselt ein paar Worte mit der Schaffnerin und dm Fahrer. Alle lachen. Sekunden später sitze ich umringt von Touristen im Bus nach Phuket. Ich genieße es, zum ersten mal heute, vernünftiges Englisch zu sprechen.

Neben mir sitzt ein Israeli. In der ganzen Welt trifft man dauernd reisende junge Israelis. Fast immer haben sie gerade erst ihren Militärdienst abgeschlossen und wollen verständlicherweise nun die Welt erkunden. Eric beklagt sich über diesen Militärdienst. Er gönnt sich nun vier Wochen Party, Bier und Strand in Thailand. An einer Kreuzung bedeutet mir die Schaffnerin auszusteigen. Tatsächlich: Wir sind an der Kreuzung mit der Küstenstraße.

Ao Menang Sunrise



Nach einer durchwachsenen Nacht mit viel Hundegebell konnte ich dann doch noch vier Stunden durchschlafen. Ich habe meinen Wecker extra auf 5:30 Uhr gestellt. Es lohnt sich: Vor mir erlebe ich einen wunderschönen Sonnenaufgang. Noch bin ich der einzige auf dem Strand. Als es heller wird, packt mich nochmal kurz die Nervosität: Der Schutz der Nacht ist jetzt weg.  Hoffentlich kommt kein missgelaunter Soldat und verscheucht mich. Aber im Gegenteil: Die ersten sind nette Jogger. Wir grüßen uns.
Als es bereits ganz hell ist gehe ich duschen - also in den Golf von Thailand.
Nach einer Weile tauchen auch noch ein paar einheimische Kinder auf, die ihr Englisch ausprobieren. Ich verabschiede mich.



Dann beginnt die Trampzeit - so früh wie nie zuvor. Abermals fahren wir über die Runway des Militärflugplatzes. Tong lässt mich in Prachuap am Nord-Sud-Highway raus. Perfekt! Naja - ich stehe eine halbe Stunde! So lange wie noch nie! Dann spricht mich ein Thai hinter mir in gebrochenem, aber verständlichem Englisch an. Mit Bar und seinem Bruder fahre ich in deren LKW bis nach Chumpon mit. Ein gutes Stück auf dem Weg nach Krabi!

Lift with Military Police. Wow.



Lu Pot (name changed) is apparently the highest rank officer of the group of military police personnel. They notice me wandering about the beach. Lu offers his help. As he inspires confidence I tell him my needs. He's willing to help. After a short blah with his colleges he asks me to jump in the police car.

It's a short two km hop to a camp site. The old guy at the reception asks for 50 Thai baths. I tell my story. Lu repeats:
"No money? You like Backpacker correct?!" 
– "Extreme backpacker!"
We see a smile on the the reception guy and he shows me two trees for my Hennessy. Lu leaves me and I can merely manage to take a decent shot of the car. Usually policemen are not allowed to be photographed and I sense that I'm actually not allowed to take any photos on military territory. It's called Area Wing 5. I enjoy a very special sunset with a maximum horizon-to-horizon rainbow.

My first police car lift (police car on the road, left).
Good morning Thailand. Sunrise wakes me up in my Hennessy.
As I set up my hammock Lu comes back: "Hey Krag. You remember me? I come back because I have to see. Eeeeh. Do you have passport? You know better for me. Better for you. Better for Area Wing 5." He takes a shot with his mobile and we exchange mail addresses. From our conversation I think that if I was hungry, he'd take me to a restaurant. The people are so friendly!

I fall asleep. What a gorgeous place to fall asleep. Thank you Thailand!

Ning & Ning

Ning folgt der Strategie von Beer - meinem letzten Fahrer: Er erzählt mir, dass er mich schon vor zehn Minuten gesehen hat und umgekehrt ist, um mich abzuholen. Sapalott - soll das jetzt immer so laufen?! Ning heißt übersetzt 'der Erste'. Diesen thailändischen Spitzenamen bekomme ich dann konsequenterweise ebenfalls.

Wir haben eine gesprächige Tour zur nächsten großen Stadt. Nur wenige Touristen kommen hier hin. Das Highlight: Auf den Schienen, welche die Stadt durchqueren, ist ein Markt aufgebaut. Bei jedem der vier täglichen Züge müssen rasch die Zeltplanen abgebaut werden.

Nach einem netten Mittagessen gemeinsam mit Nings Freundin, bestand er darauf, mir eine Busfahrt zu meinem endgültigen Ziel Prachuap Kiri Khan auszugeben. Diese nutze ich, um etwas Schlaf nachzuholen. Zunächst bin ich von dem Ort hinsichtlich Strandatmosphäre ein wenig enttäuscht. Daran können auch die netten Kalksteinfelsen und die süßen Fischerboote nichts ändern. Es ist die schmalste Stelle des Isthmus von Thailand: 15 km Breite misst er auf dieser Seite der thailändisch-burmesischen Grenze.

Ich schlendere die Strandpromenade entlang. Als es anfängt zu regnen, weiß ich immer noch nicht, wo ich schlafen soll. Im Gespräch mit der Dorfjugend erfahre ich, dass es hier nicht weiter geht, da hier ein Flugplatz beginnt. Macht nichts! Am Eingang fangen mich zwei schüchterne Soldaten ab. Sie bitten mich, eine Unterschrift zu hinterlassen. Gesagt getan. Dann passiert mir etwas, dass mir zum ersten mal passiert:
"Ich werde praktisch zum Trampen aufgefordert."
Mit einem Kampfpiloten der Royal Thai Air Force fahre ich über die Landebahn und anschließend zu einem schönen Strand auf der anderen Seite des Flugplatzes. Wetterbedingt ist er menschenleer.

With Beer to Samut Sakhon

Beer and Craig.
No - U remember correctly - I don't like beer! But in his case I like beer!
"Getting out of Bangkok seems to be a suicidal idea for a hitchhiker."
The city is full of highways that are off your limits and BKK is full of taxis that make your task more difficult. Anyways if you use three different means of public transport you can easily get to he beginning of the Rama 2-highway bound for southern Thailand.
"I stood on the most stupid place a hitchhiker could go."
I toppled my own advice to others who want to try thumbing: I was barely visible for the fast cars and there was no real space to stop. But luckily Beer saw me and did a U-turn five kilometers down the highway to pick me up. Thanks beer! Yes! His name was Beer. A young tax officer from Bangkok. He took me 25 kilometers to Samut Nakhon and dropped me next to two police officers. Good to know: Don't try to thumb up rides next to police! I even saw one car escaping from the officers who had ordered him to stop. Wow!

Bangkok Prison Choir

As Phil is busy with his work I go explore Thailand's capital on my own. After having visited the megacities of Istanbul, Teheran and Mumbai - to name just a few - I can't really describe the size of Bangkok. Let's put it this way: It's really big! I leave the MTR station and stumble over a huge golden Buddhist pagoda. I don't have any guide. So how can I know it's the famous Golden Buddha temple. I love the decoration and architecture. No wonder Thailand is one of the premier tourist destinations in Asia.





Further down the road I take a glimpse of a backlane market. Obviously I try to find Durian - to no a avail. It's this thorny fruit that definitely makes me come more often to the Malay Peninsula. Anyways I will find the Queen of Fruits sooner than later.

The beauty of the Grand Palace wows me just as another pagoda next to it. At this point I notice that Bangkok is really full of tourists and western people. In the morning the metro was packed with business men from all over the world and now the tourists sometimes outnumber the Thais on the road - and not only in a small area. I love the road atmosphere and the food stalls along the way remind me of Malaysia. I'm getting closer!

Now I want to see at least once in my lifetime the world known Kao San Road - the Backpackers Mekka and site of many movie scenes such as 'Hangover'. It's not as bad as in India but still many people (surprisingly Indians!) here ...
... try to fool you. The most frank instance: "Hey there, you're lucky man!"
Trust me! You do not want to be the lucky man! Try to escape! Kao San in plain English: colorful advertisement illumination, Asia's Mallorca, reggae, beer flatrates, overpriced souvenirs, Indians (yes!) and Thai massage.



I head to the ferry pier to go back to the metro. The monsoon meets its name as the rain falls in sheets when I board the long-tail boat. It takes longer than expected. Back at Phil's office he's so kind to give me his emergency clothes to replace my wet summer outfit. We take a short walk to he Thailand cultural center - the venue for the Christian Prison Choir Bangkok. It's amazing that even the nice of the king - a member of the royal (!) family - is attending a choir of drug addicts and criminals, organized by a Christian missionary in a mostly Buddhist country!

The choir is awesome, the philharmonic orchestra interior majestic and the celebration of the royal family most authentic: All Thais are awestricken as the representative of the royal family enters the hall - of course ...
...he's not x-rayed and his bag not checked ;-)


In her speech  the show master emphasizes that the missionary did quite some good in recruiting inmates even if they could barely sing. I found the acoustic performance great, the dancing just fair. We blame on the lack of practice opportunities for men and women together. In contrast to Thailand's sexy image and also in contrast to the sexy Thai fashion style (Women go to work in hot pants!) the society is really conservative: I didn't see people kissing in public. I didn't even see couples holding hands or just any symbol of being couple!
Of course I don't know what's happening behind closed doors ;-)
Back to the concert: The show master underlines the importance of care for the inmates' children. The missionary is raising funds for a new building. Before going home we have a nice dinner together with two Thai friends. I'm doing badly at finishing up the extra spicy papaya salad. Phil's doing great at his Thai karaoke performance.
The restaurant is partying hard as he hits the beats of a traditional schmalzy song.

Kölner Zahnarztstuhl in BKK

Palace
Hitching a long tail boat on Bangkok river.
Ich bin am Bangkoker Flughafen. Aber das vordergründigste ist vielmehr, dass ich nicht mehr in Indien bin: Kein Chaos, keine Gerüche und viel Haut. Ich bahne mir den Weg durchs Parkhaus 2 und Stelle mich an dessen Ausfahrt.

Ein Mercedes Cabrio hat gerade die Schranke passiert, als ich meine Hand raus halte. Die Frau hält widerwillig - zumindest in meinen Augen - an. Ein kurzer Wortwechsel. Dann schweben wir über die Highway des neuen Flughafens nach Bangkok. Atcheraa ist Zahnärztin. Sie ist gerade von einem Kontrollbesuch bei ihrer zweiten Praxis in Phuket zurück gekommen. Auch sonst kommt sie durch ihren Beruf viel in der Welt herum. Atcheraa mag die deutsche Technik und erzählt mir, dass mit der Qualität natürlich auch der Preis steigt.
Ein deutscher Zahnarztstuhl mit Spuckbecken und Flutlicht kostet soviel wie mehrere Luxuskarossen: 400.000 Euro.
Solche Technik kauft sie teilweise auch auf der Kölner Zahnmesse ( … wut?) ein. Atcharaa gibt mir noch ein paar Tipps für Bangkok, dann lässt sie mich im morgendlichen Stau raus. Meine ersten thailändischen Baths gehen für eine frische Motorrad-Taxifahrt drauf. Noch eine kurze Strecke mit Hochbahn und U-Bahn und ich bin fast bei meinem CouchSurfer Karsten, der glücklicherweise für Um einspringen kann. Am Telefon hatte er mir vor 10 Minuten beschrieben, wo er im Büroturm zu finden ist. Vergesslich wie ich bin, Suche ich in der 31. statt der 32. Etage. Da hilft's auch nicht im dortigen Büro einer deutschen Motorradfirma zu fragen. Aber das macht nichts. 5 Minuten später quatschen Karsten und ich schon über einem Kaffee.

Montag, 15. August 2011

Indien Zusammenfassung








KEMPINSKI




Wir schreiben hier bald über unser lustiges Wiedersehen mit Peter im KEMPINSKI!

Donnerstag, 11. August 2011

Here the journey ends for Dario!


After 5.000 km in 21 days, through 4 countries in 2 continents our journey together ends here!

We will spend a week with our parents here in Mumbai and then Craig will follow on to Thailand and Malaysia!

We had great experiences, too many to describe, that we will keep in mind for our whole life. I can only recommend you: Travel the world, make your own picture of a place!

Hitch-hiking and CouchSurfing
are great tools to get in contact with the local people. They can show there city, town or village from an angle, you'll never find in a guide book.

Another number for you: Along our route we spend about 250€ for both of us in total! Thats about 640 Turkish Lira, 3.700.000 Iranian Rial or 16.300 Indian Rupees!

See you soon in Germany, Europe ot any other place in the world!

(all following texts are made by Craig, I have nothing to do with it :D)

Montag, 8. August 2011

Crawling to Mumbai


Dario verschwindet in einer Menschentraube an der Straße gegenüber. Erst nach Minuten sehe ich ihn wieder. Leider kann uns das Auto nicht mitnehmen. Dafür schienen die Leute alle Spaß zu haben. Es ist schon spät. Wieder war die indische Wegbeschreibung
"Highway … Yes. Yes … 100 Meters this way" eine schlichte Lüge. Oder wie Asiaten sagen: Eine Antwort aus Höflichkeit.
Wir stehen auf einer Baustelle und versuchen gleichzeitig an zwei Stellen die Autos abzufangen. Erst nach einer knappen Stunde halten zwei junge Inder. Sie sprechen gut Englisch und sind von unseren Erzählungen begeistert. Deshalb versuchen sie andere Autos nach Mumbai für uns zu besorgen. Leider haben wir kein Glück. Wir akzeptieren etwas grenzwertiges: Die beiden bezahlen uns einen Minibus für weitere 100 Kilometer Richtung Bombay. Auf unsere Frage warum wir nicht losfahren, lächelt der Fahrer:
"Wait two people to come!"
Tatsächlich fahren wir erst los, als sechs weitere Leute hinzugestiegen sind. Doch damit nicht genug. Der gewinnorientierte Fahrer entdeckt ein weiteres potenzielles Opfer oder besser Passagier. Was jetzt kommt kann nur in Indien funktionieren. Der Fahrer weist den Mann neben mir an auszusteigen und sich auf den Fahrersitz zu setzen. Murti setzt sich beherzt auf ihn drauf und spreizt die Beine um das Lenkrad bewegen zu können. Der Neue quetscht sich zu uns auf die Rückbank. Keiner meckert. Indien!



Es ist schon dunkel als wir auf der Autobahn ausgesetzt werden. Der Bus biegt hier ab zu einem Dorf. Mist - es fängt an zu schütten. Schnell denken wir:
"Das hier ist die bisher beschissenste Situation bisher. Schlimmer als Yusef!"
Doch wir haben Glück. 50 mm Regensäule später sitzen wir in einem indischen Truck nach Mumbai. Aber das "Mumbai. Yes. Yes" entpuppt sich als "Chai. Abendessen. Morgen Mumbai." - unmöglich für uns. Wir werden etwas nervös. Indien ist nicht Türkei und nicht Iran, wo Autos auch nachts noch anhalten. Alle rasen an uns vorbei. Schließlich können wir die LKW-Fahrer überreden uns zur nächsten größeren Stadt zu bringen. Dort werden wir von einem öffentlichen Bus aufgenommen. Es sind noch 25 Kilometer bis Mumbai. Man könnte meinen: "25 Kilometer. Das dauert etwa 30 Minuten. Wir sind in Indien, also doch 45 Minuten."
Falsch! Wir sind in Indien-Indien oder besser in Mumbai. Hier wurde Stau zum Volkssport erhoben!
Es dauert 2 Stunden. Wir erleben den kompletten Kulturschock, als wir die Halle des Grand Hyatt Mumbai betreten. Ich habe keinen Plan, in welchem Abgrund des Internets Mama in diesem Luxusschuppen ein bezahlbares Zimmer gefunden hat: 16 Grad angenehm temperierte weitläufige Marmorhallen. Schwimmbad. Vier Edel-Retaurants. Alle 5 Meter grüßen uns die aufgebrezelten Hotelangestellten - trotz unserer abgewetzten Deichmann-Sandaletten und staub- und schweißverschmierten C&A-Klamotten. An der Rezeption fragt Dario: "Our parents stay here but we don't know in which room." "No problem Sir. Just take the phone over there and ask the operator to connect you to your parents."
Zwei Minuten später rennen wir durch einen langen Korridor auf Mama und Papa zu. Wir freuen uns auf fünf Tage Erholung in Bombay.

Colorful Nasik Ghats



The small town of Manmad owes its existence only to the important railway junction of the north-south and west-east lines. That's also the reason why we left the train here.

On the market a clever salesman wants to fool us offering his apples thrice as expensive as to his countrymen. We go for a papaya on the roadside. Passing men stare, girls in school uniform giggle and one homeless asks for a piece. We love to share it. It's way too big.



Today we want to make it to Nashik, 200 kms short of Mumbai. Our first lift is our second tractor. The farmer next to me almost faints as we try out our Hindi phrases with him. He puts on a perma-smile. Twenty kms off Manmad we get a lift with three men on their way to Mumbai. They barely speak English.

We have just checked our mails in Nashik. Now we want to find the much recommended washing places - the so called 'Ghats' - by the river. Indeed there seem to be many pilgrims around here. On our way we try (!) to use one of the public toilets. But, no way!
"It's too disgusting to use or even write about!"



The Ghats are fascinating. It looks, smells and sounds like a big carnival. Women wearing colorful sarees devote to their ritual bathing, a youth group dances around musicians and locals bargain in the market.



Amidst this fireworks of impressions we get in touch with two local students, who want to practice their English - like all Indians we meet. They show us the way to the Mumbai highway. Since we had no way contacting our CouchSurfer we decided to try our luck hitching to Mumbai today. Oh my gosh: Hitchhiking in India once again!

Sonntag, 7. August 2011

Sachkhand Express Teil 2

Wieder in unserem Abteil, ist mein Platz von Mitreisenden okkupiert. Ich schiebe einen schlafenden Inder weg, um wenigstens sitzen zu können.

Kurze Zeit später beginnt ein heftiger Regenschauer, es stürmt so stark, dass alle Fenster heruntergeklappt und die schützende Metallscheibe vorgeschoben wird.

Ich versuche im Sitzen zu schlafen, doch im Gegensatz zu Craig, der friedlich schnarcht, finde ich keinen Schlaf. Stattdessen bewundere ich die verregnete Landschaft und denke über unsere bisherige Reise nach...

"Chai, Chai, Chai!" Lautes Geschrei reißt mich aus meinen Halbschlaf. Wir stehen an einem Bahnhof kurz vor Manmad, der trotz der frühen Stunde bereits dicht bevölkert ist. Am Fenster werden mir Tee, Cola und verschiedene Snacks angeboten.

Ein Mann teilt seine Kekspackung mit dem ganzen Abteil, schweigend krümeln wir die trockene Nahrung. Ich wecke Craig, damit er sich auf unseren baldigen Ausstieg und die folgenden Strapazen vorbereiten kann: Ab Manmad trampen wir selbstverständlich weiter, schließlich war der Zug nur eine kurze Überbrückung der schwierigen Umstände!

Dann ist es soweit. Wir schultern unsere Rucksäcke, suchen unsere Schuhe und verabschieden uns von unseren Mitfahrern. Inmitten von Weide- und Agrarflächen liegt der Bahnhof an einer Schnellstraßenkreuzung.

Wir suchen uns erstmal ein ruhiges Plätzchen und geniessen einen Tee und 2 Samosas. Gekräftigt machen wir uns auf den Weg.

Sachkhand Express - Teil 1

Am Bahnhof angekommen sind wir erstmal überfordert: Die Zugpläne sind auf Hindi, elektronische Anzeigen fehlen völlig. Es gibt zwei große Hallen in denen Fahrkarten verkauft werden. Wir entscheiden uns für die "Reservation Hall". Ein freundlich guckender Beamter erklärt uns, dass morgens um 8 ein Zug nach Mumbai fahren würde und mit einem Lächeln fügt er hinzu, dass die Reservation Hall jetzt geschlossen hätte.

Verärgert setzen wir uns erstmal in das Bahnhofsrestaurant und überlegen. Nach einem deftigen Mahl fragen wir uns zu einem Station Officer durch, der uns noch eine andere Möglichkeit offenbart: Heute Abend um 8 wird ein Zug nach Manmad fahren, einem Bahnkreuz 300 km vor Mumbai.
Wir sind sofort begeistert, eine Nacht auf dem Bahnhof wäre zu hart, den CouchSurfer zu kontaktieren zu umständlich. Daher lösen wir für umgerechnet 6 Euro zwei Tickets nach Manmad und besteigen eine halbe Stunde später einen Zweite-Klasse-Waggon des Sachkhand-Express.

14 Stunden Zugfahrt hören sich nach viel Ruhe, Zeit für Meditation und einer entspannten Nacht an, doch eine indische Zugfahrt hat absolut gar nichts mit diesen Vorstellungen gemein. In einem Abteil das für 8 Personen ausgelegt ist, sitzen 12 Inder auf den Bänken, weitere 4 haben einen der beliebten Schlafplätze auf den Gepäckablagen unter der Decke ergattert. Anstatt einer Klimaanlage, wirbeln 6 stählerne Ventilatoren die stickige Luft umher. Wir verwünschen uns selbst für die abwegige Idee, die paar Euro für die Erste Klasse eingespart zu haben.

Doch so schlimm dieses Szenario auf den ersten Blick auch wirkt, so ist eine Zugfahrt in Indien trotzdem etwas Faszinierendes. Durch die Nähe im Abteil lernen wir jede Menge nette Leute kennen, tauschen Erfahrungen aus und genießen gemeinsam die durch Fenster verkauften kleinen Häppchen.
Zu Beginn sind wir "die Neuen": Keinerlei Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz, Craig teilt sich mit einem Studenten ein schmales Brett. Ich stehe an der Tür. Da hilft auch kein Touristenbonus!




Nach und nach werden wir mutiger. Wir können beide endlich sitzen und an einer großen Station nutzen wir die kurzzeitige Leere und klettern geschwind auf eine der bequemen Gepäckablagen. Ja, richtig gelesen: Bequem! Die breiten Bretter sind lang genug um sich auszustrecken und hoch genug um wenigstens einen kleinen Teil des Geräuschpegels abzuschirmen.

Craig ist als erster dran und schläft binnen Sekunden. Währenddessen habe ich mit einer indischen Familie Freundschaft geschlossen, die beinahe das gesamte Abteil okkupiert. Der Vater kann ein wenig Englisch, doch alle anderen zeigen immer wieder auf einen etwa 12-jährigem Jungen. Dieser schämt sich jedoch für die ungewollte Aufmerksamkeit und erst nachdem ich mit einen freundlichen "Meru nam Dario ho" das Schweigen breche, plappert er munter auf Englisch los.

Er und sein jüngere Bruder lernen an einer Privatschule Englisch und fahren nun Verwandte im Süden besuchen. Besonders interessiert sind alle an dem Vergleich Indien-Deutschland. Immer wieder wird gefragt:
"Goats in Germany - Yes?" Ich bejahe und verneine die vielen Tierarten wahrheitsgemäß und werde plötzlich dazu aufgefordert eine Ziege nachzuahmen.
Nachdem ich aus meiner Kehle den schönsten Ziegenlaut heraushole, brechen alle Dämme. Das gesamte Abteil schreit vor Lachen, auf Hindi wird laut durcheinander gebrüllt, jeder will Teil des imaginären Bauernhofes sein. Das Chaos gipfelt in dem Vergleich meiner deutschen und des Jungen indischen Version der muhenden Kuh. Nachdem sich die Masse wieder beruhigt hat, wird weiter über amerikanische Filme, Bollywoodstreifen und die nächste Station diskutiert.
Ich habe das Vertrauen der Inder gewonnen, es werden Kekse und Tee herumgereicht und auch der begrenzte Sitzplatz wird bereitwillig geteilt.



Es wird langsam dunkel und eine gewisse Melancholie breitet sich aus. Kurz vor Mitternacht gönne ich mir ein paar Samosas als letzten Snack, dann ist endlich Schichtwechsel und ich darf mich oben zwischen die beiden Rucksäcke zusammenrollen und schlafen. Craig muss die Rasselbande ab jetzt unterhalten.
Die Nacht für mich ist kurz, gegen 2 Uhr morgens weckt mich Craig und ich muss mich nach unten zu den anderen quetschen. Die Familie ist schon weg, stattdessen sitzen mehrere junge Männer da.
Auf dem Weg zur Toilette stolpere ich über dutzende Körper, die überall auf dem Boden liegen. Wer kein "Bett" bekommen konnte, muss eben ausweichen.

Taj Mahal

Wir verfluchen unseren Wecker, 8:30 ist zu früh um unseren Schlaf ganz nachzuholen. Doch es hat einen Grund: Unser heutiges Ziel ist eines der berühmtesten Gebäude der Welt, gleichzeitig ein Symbol für Indien als auch für ganz Asien und alle Mühen wert: Das Taj Mahal.
Das Monument der Liebe.
Die studentischen Mitbewohner verabschieden sich herzlich von uns, der Landlord verteilt einen letzten Tee und Sattya zeigt auf sein Mottarad. Wir sollen zu dritt plus zwei rieisge Rucksäcke auf die Maschine und dazu noch die holprigen indischen Straßen aushalten? Wir glauben nicht dran, werden jedoch genötigt aufzusteigen und pressen uns aneinander. 20 Minuten später und wir biegen in die "Taj Mahal Road" ein. Immer mehr Touristen grinsen uns an, endlich sind wir keine Ausnahme mehr.

Sattya steuert nach Ankunft direkt einen kleinen Shop an. Nach kurzer Suche wird er fündig und überreicht uns beiden ein Schneekugel-Taj-Mahal. Damit will er sich gleichzeitig von uns verabschieden. Wir bedanken uns herzlich für alles. Die Gastfreundschaft war wirklich beeindruckend und seine Spontanität hat uns eine harte Nacht auf der Straße erspart.

Wir trennen uns von ihm und nachdem die Taschen eingeschlossen und die horrenden Eintrittspreise bezahlt sind, gehen wir eine lange Allee auf das Eingangsgebäude zu.
Schon durch das breite Tor erstrahlt uns die berühmte weiße Silhouette, die wahrscheinlich über 1000 indischen Restaurants weltweit seinen Namen verleiht.



Das riesige Grabmahl ist Pilgerort für Touristen, Einheimische und beeindruckt durch architektonische Perfektion sowie unglaubliche Schönheit. Die 100 x 100 Meter große Marmorplatte stützt ein 56 Meter hohes Hauptgebäude und 4 absolut symmetrische Außentürme.

Der muslimische Maharadscha widmete das Grab einer seiner Hauptfrauen und wollte auf der anderen Seite des Flusses ein schwarzes Gegenstück erbauen.
Leider wurde er vorher von seinem eigenen Sohn ins Gefängnis geworfen.



Wir geniessen die Schönheit, doch der Massentourismus und die pralle Sonne machen uns zu schaffen. Zurück am Eingang überlegen wir eine Strategie und sind wieder auf der Straße.
Leider haut der Plan nicht hin, wir kommen nur langsam voran. Die Städte sind sehr groß, gehen teilweise ineinander über und fast niemand fährt lange Strecken in privaten Autos. Öffentlicher Nahverkehr ist in Indien einfach viel zu billig.

Nach mehreren Stunden stehen wir an einer Landstraße, neben uns ein Tuktuk-Fahrer, der nach langer Erklärung von unserer Idee ziemlich belustigt war. Inmitten der trostlosen Landschaft fassen wir eine schwere Entscheidung: Um rechtzeitig die Couchsurfer und auch unsere Eltern in Mumbai zu erreichen sind wir zu langsam. Wir fragen den Fahrer, ob er uns noch zur Railwaystation fahren kann. Er überlegt kurz, lacht aber dann und bedeutet uns einzusteigen.

Craig - ganz ausgeschlafen!

Samstag, 6. August 2011

Sukria Sattya

With Indian Students in their apartment.
80 short of Agra we try to thumb up a ride on a busy crossroads - just like locals. Some hop on a truck, some get lifts with a shared taxi.

We make friends with a friendly guy: Sattya invites us to take a truck with him. He wants to pay. With five people and our two backpacks we occupy most of the truck's front. Over the course of the bumpy ride on jammed roads we try to call our CouchSurfer. Unfortunately we find out that he is in Delhi. Emergency situation once again!

We get off in the outskirts of Agra. Sattya introduces us to some friends and relatives. Excited they decide to host us for one night. Sattya's brother points at two motorcycles. We look at each other:
"Craig (!), we said riding  motorcycles is a no-go!"
We jump on the bikes and vrooom some hundred meters to a student apartment. Sattya proudly shows us a room. Other friends show up and put away their homework to make space for us. One guy brings a Pepsi - in this part of the world a symbol of hospitality and welcome. I take some gulps and then try to explain diabetes - dificult with only hands and gestures.



It's midnight. We have enjoyed a tasty snack and brushed our teeth. The landlord and ten young Indians with different levels of English from 'no word' to 'college English' stare at us waiting for something to happen. As we are really tired we ask them to leave us alone. Some more jokes, short blahs and shy looks into our dark room .... silence finally .... zzzzZZZZZZZ.

Dienstag, 2. August 2011

Beautiful Esfahan

Our alarm rings at 9 o'clock and we need the long sleep deeply. After finishing a short breakfast, Mohsen and his driver pick us up and we head to the post office, where we would like to buy an Iranian SIM card. It costs 5.000 Toman, that's about 4€. We ask for the way into the city and Mohsen shows us the local bus stop, where we catch a leaving bus. We will meet Mohsen later.
Chai-Trinken in der Busfahrer-Baracke
The bus is empty, so we choose the best seats at the back. This was a mistake. While heading to Esfahan, more and more people join and a pattern comes to light: Men at the front, Women at the back.
Embarrassed as we are, we choose new place in the front if the bus. It's not on us to break the cultural rules!

Gorgeous Mosaic.
At this point another important thing: Today for all strict muslims Ramazan (or Ramadan) starts. They are not allowed to eat or drink while the sun is shining for 30 days. Many restaurants and shops will be closed and we don't know yet, whether this will be a problem for us.

We are slowly getting a feeling for this interesting country. Our first Farsi sentences are getting easier, I learned the way how to write Iranian numbers and the climate seems comfortable.

Old Bridge Building in Isfahan offers exotic communication.
We arrive near to the Imam Square. It's huge. Lonely Planet says it's the second largest square in the world and we can agree with that. Large grass surfaces, many fountains and stone plates cover a space, bigger than five football fields. At each side of the square, four big mosques reach to the sky.
In the surrounding gangway, a souvenir market is located. They sell everything: Persian carpets, antique ceramics and the local dessert "Gaz", a white nougat with pistachios inside. Delicious!
Surprisingly, many venders talk German to us. They learned from school and daily tourists. One of them actually could "jodel".

The sun is at zenit, as we meet a Polish guy, who does almost the same style of traveling as we do: Hitch-hiking and CouchSurfing! What differs is his schedule, he isn't planning to go home soon and he's run out of money.



Some minutes later a joung Iranian student invite us to his small home, right next to the "big bazar". We drink tea, listen to modern local music and talk about studies.

While discovering a nearby park Mohsen calls and we meet at a square. He and his girlfriend want to show us an old bridge, crossing the waterless river. We do some photos and have a lot of fun. Mohsen explains some history facts and some minutes later we fill our hungry stomachs beneath in the IFC (Iranian Fried Chicken :D).

Only at sone topics our opinions differ: Mohsen thinks not so good about the Malaysian culture:
"Two hundred years ago, they lived in trees!"
We all laugh and finish our chicken. After that, Mohsen spontaneously invites us to a family meeting nearby. Curious as we are, we accept excitedly.

17 aunts and uncles, many cousins, nephews and other relatives welcome us and we have a funny evening with great food, even better desserts and two parties backgammon.
Tired, but satisfied we leave and with a bunch of fruits for breakfast we sleep instantly.