Dienstag, 12. Juli 2011

CouchSurfing - Was ist das?

CouchSurfing ist die beste Möglichkeit Unterkunft an einem fremden Ort zu finden: Man verabredet sich mit einem Einheimischen und darf eine oder mit Glück auch mehrere Nächte auf seiner "Couch" verbringen!

Dabei trifft man immer interessante Leute, sieht spektakuläre Orte und kann eine Stadt von einer völlig anderen Seite sehen, als ein "normaler" Tourist.

Das liegt daran, dass ein Einheimischer seine Stadt ganz anders sieht, als der Reiseführer! Sie zeigen dir ihr Lieblingscafé, zeigen dir eine Underground-Disco oder führen dich zum Hintereingang einer Sehenswürdigkeit. Dadurch siehst du Dinge, die dir als normalerweise gar nichts aufgefallen wären und erkundest Orte mit einer anderen Perspektive

All das macht CouchSurfing so anders als normales Reisen!

Nun mal zum Ablauf:

Auf CouchSurfing.org müsst ihr euch zuerst registrieren und ein Profil anlegen. Am besten füllt ihr es gewissenhaft und sorgfältig aus, denn mit diesen Informationen präsentiert ihr euch euren zukünftigen Gastgebern!

Dabei müsst ihr auch direkt angeben, ob ihr selbst auch als Gastgeber eingetragen werden wollt. Das ist auf keinen Fall Pflicht und sollte gut bedacht werden, aber es ist natürlich eine nette Geste für viele andere CouchSurfer. Außerdem verpflichtet ihr euch mit einem Couch-Angebot zu nichts, ihr könnt immer noch eine Nachfrage ablehnen.

Hier mal einige Tipps, um CouchSurfing richtig zu genießen zu haben:
  • Suche sorgfältig! Ein Hoster (= Gastgeber) sollte zu dir passen, sowie freundlich und offen wirken! Das sind die besten Vorraussetzungen für einen super Aufenthalt!
  • Sei freundlich und weltoffen! Wenn dir ein Gastgeber etwas anbietet, sei es ein seltsamer Kuchen oder die Teilnahme an einem Rock-Festival, sei offen und sag' Ja!
  • Surfe zusammen! In einer Gruppe hast du nicht nur mehr Spaß, sondern bist zudem sicherer unterwegs!
  • Notruf absetzen! Solltest du einmal in einer Stadt "stranden", also nicht rechtzeitig einen Hoster gefunden haben, benutzt den Notruf-Button auf der Website! Dadurch werden alle CouchSurfer in deiner Nähe benachrichtigt und du findest sicher einen Platz zum Schlafen!
Mit diesem Wissen seid ihr bereit für euren ersten "Surf"!


Für mehr Informationen, besucht die offizielle Website, guckt euch dieses Video an oder fragt einfach uns :D


Grüße aus Köln und viel Glück beim Surfen!
Dario

Kebab Connection - Das Schwarze Brett

Herrlich. In Leipzig scheint die Sonne. Gerade habe ich ein wenig für Mathe gelernt. Jetzt möchte ich mal beim Dönermann in unserem Haus (Oststraße 56) vorbei schauen. Ich weiß, dass die Familie aus dem Iran kommt. Ich bezahl mein Club Mate. Als der Dönermann (ich kenn seinen Namen noch nicht) sich schon abwenden will, frage ich kurz: "Ihr kommt doch aus dem Iran oder?" Eigentlich eine völlig redundante Frage, denn in dem winzigen Raum hängen hunderte Bilder aus dem Iran. Der Satz hat gereicht: Nach und nach taucht die ganze Familie auf. Jeder hat einen Ort, den er oder sie uns empfehlen will.

Esst mehr Döner in der Oststraße 56!
Ich erkläre, wie wir durch Asien trampen wollen und was Trampen überhaupt ist: Ungläubige Gesichter. Der ältere Sohn erklärt es auf Persich (Farsi). Zusammen lernen wir ein paar Sätze Farsi. Die Sätze schreibe ich mir auf mein Dönerpapier auf.
"Farsi lernen auf Dönerpapier"
Nach lautem Wortwechsel, wildem Gelächter über meine Aussprachefehler erwähne ich, dass wir noch nicht in allen orten, CouchSurfer haben, wo wir es wollen. Nur einen Wimperschlag später bietet mir der Dönermann an, dass wir bei einem seiner Freunde in Teheran unterkommen können. Da ich soviel stinkenden, smog-ige und stau-ige Geschichten über die 17-Millionen-Metropole gehört habe, frage ich noch mal wie besuchenswert die iranische Hauptstadt ist. Aber das machen sie mir schnell mit vielen Bildern mehr als klar.
"Bist du, wie der Dönermann?"
Jetzt sind wir auf eine Idee gekommen: Wenn du, wie der Dönermann bist und jemanden entlang unserer Route kennst und auch noch denkst, dass er sich über einen Besuch von entfernten Bekannten - uns - freut, dann sag es uns. Wir nennen das: Das Schwarze Brett.

Of coarse days can vary ;-)
  • Istanbul (22-24. Jul, CouchSurfing)
  • Ankara (24-25, thanks to Berk & AFS friend Emre)
  • Capadoccia (25-27, Camping)
  • Gaziantep (27-28, CouchSurfing)
  • Mardin (28-29, Camping)
  • Van/ Hakkari (29-30, Camping)
  • Tabriz (30-31, CouchSurfing)
  • Teheran (31. Jul-1. Aug, Dönermann-Freund)
  • Isfahan/Badrood (1-3, CouchSurfing)
  • Shiraz (3-5, CouchSurfing)
  • Delhi (5-6, thanks to Daniela offering to host)
  • Agra (6-7, CouchSurfing)
  • BetweenAgraAndMumbai (7-10)
  • Bangkok (16-17, CouchSurfing)
  • BetweenBangkokAndHatYai (17-18, Camping)
  • Hat Yai (18-19, Camping)
  • PenangOrPerlis (19-20, Camping or CouchSurfing)
Gib uns deine Ideen in einem Kommentar!
Danke. teşekkür ederim.   शुक्रिया.   با تشکر از شما.   ขอบคุณคุณ.   terima kasih.

Die Checkliste

Fliegenleicht und kompakt – das ist das ultimative Ziel für unsere Ausstattung auf dieser Reise. Wir möchten möglichst wenig Luxus mitnehmen. Wer schon einmal im Globetrotter war, weiß wie schwierig das ist, denn man kann so schnell eine Abenteuerreise in eine Luxustour verwandeln, wenn nur das Geld da ist.
"Abenteuer vs. Luxus"
Wir nehmen 30 bzw. 45-Liter Rucksäcke mit. Unsere Ausrüstung richtet sich vor allem nach folgenden Zielen: Gewicht, Volumen, Unabhängigkeit und "interkulturellen Begegnungen".

Einige wichtige Dinge fehlen uns noch. Wenn du uns aushelfen (leihen) kannst, freuen wir uns riesig. Für Dario suchen wir noch einen geeigneten Rucksack. Gestern hat Craig seinen Rucksack repariert: Schnallen ersetzt und Bänder verkürzt. Jetzt kann Craig mit dem Rucksack wieder auf "Steine springen".

Eine Reise-Checkliste mit Dingen, die wir mitnehmen wollen:

Nimm's mit oder stirb!
  • Bauchtasche (Reisepass, Flugtickets, Zahlungsbelege)
  • Geldbeutel (DKB-Karte, Pass-Kopien, 150g je nach Inhalt ;-) )
  • Diabetes-Zubehör (Insulin, Set, Reiseerlaubnis; 150g)
  • iPod Touch (unser "zweites Gehirn": Karten, Adressen, Phrasebooks, Musik, Tagebuch; 101g)
Ziemlich nützlich
  • Edding  ;-)
  • Hängematte mit Mosquitonetz (thanks to Hennessy Hammocks for sponsoring us, 700g)
  • Wanderschuhe/Sandalen (Gewicht uninteressant)
  • Regenjacke (150g)
  • Fleece-Jacke (Danke an Mina, 150g)
  • Shirts & Hemden (3 Stück; 400g)
  • Splithose (8 RV/Klett-Taschen, 3 mal "abzippbar" yay!; 350g)
  • Boxershorts & Socken (150g)
  • Sarong / Cocoon (90g)
  • Badehose (in den Ländern ist nicht so mit FKK ;-) 40g)
  • Travel-Handtuch ("Luxus!" ;-); 60g)
  • Stirnlampe (vielen Dank an Robert, 100g)
  • Batterien (200g)
  • Handy (Ladekabel; 110g)
  • iPod Ladekabel
  • Adapter (37g)
  • Sonnencreme (200g)
  • Moskito-Power-Abwehr (100g)
  • PADI-Tauchpass (Zertifikat)
  • Proviant (hoffentlich gutes "Genuss-Energie-Gewichts-Verhältnis"; 1000g)
  • Taschenmesser (80g)
  • Spork
  • Spirituskocher (Behältnis & Flasche dank Mina, 200g)
  • Alu-Kochtopf & Pfanne (Danke an Dany, 200g)
  • Wasserblase (100g)
  • Drybag (48g)
  • Rucksack Regen-Cape
  • Hygieneartikel (Zahnpasta, Zahnbürste, Seife; 100g)
  • Reiseapotheke (Pflaster, Malaria-Prophylaxe, Kohle-Filmtabletten, Iberogast, 150g)
  • Souvenirs (Münzen, Postkarten, Kitsch, selbstgebastelte "Kölner Dömchen-Filz-Untersetzer"; 300g)
  • Point it (Buch mit Illustrationen zum Draufzeigen; 52g)
Wenn's noch rein passt
  • Bodybag (100g)
  • Regen-Poncho
  • Hygieneartikel (Waschseife, Shampoo, Duschgel; 150g)
  • Buch
  • weitere leichte Hose
  • Salz & Pfeffer & Öl (100g)
  • Plastikflaschen (zum Reinfüllen)
Einige Gewichtsangaben haben wir geschätzt. Mit Aufteilen von bestimmten Dingen, Weglassen von Klamotten, die wir tragen und Hinzurechnen vom Rucksackgewicht (1500g) kommen wir auf etwa 4 kg Trage-Gewicht für jeden. Gut?

Bitte verrat uns deine Vorschläge über weitere Dinge, die wir brauchen könnten.

Our Route - Built for Serendipities

We want to give everybody a short insight on our route. As you know hitchhiking is not something tightly scheduled or planned, so we might diverge from our track to other places and serendipities from time to time.

Our quest is really tough and we know that some will think: "What? - from Turkey to India in three weeks and then on to Malaysia?" Let's face it: We will be traveling in mostly developed countries so that the roads should be pretty ok and hitchhiking a fast means of transport. In big cities we try to find CouchSurfers. At sites of lush nature we camp.


Why are we forced to skip Pakistan and Myanmar? It's about political and infrastructural reasons and at the end of the day also our holiday time slot! The idea about this trip emerged six weeks before our departure: It's nuts to think you can get the visa from these four countries in this time frame. See our post on visas for more. Today the silkroad is possibly the toughest route you can travel - not in terms of transport but concerning the political circumstances. In plain English: 20 years ago, it would have been easier to travel this route. Over and over again Craig talked with the Pakistan embassy, scanned the Internet for advice and called people who managed to get an overland visa for Pakistan before. The result: If you have loads of time for organizing things (which we don't apparently) and if and only if you have connections with somebody at the Pakistan embassy you might be given a overland visa after weeks. Pakistan only issues visa if you can show a valid return air ticket. Another reason against Pakistan: it had meant five days of desert only! I think now you can understand why we skip Pakistan. Myanmar is another story. This country is essentially locked up for hitchhikers: No borders with Bangladesh or India. Once we have more time we'll come to these nice countries definitely!
"silkroad & highway, desert & rainforest, laid-back village & bustling Megalopolis."
Coming back to our route: We'll stay longer at special places and autostop approximately five hours on hitching days. We hit the road in Germany to thumb it to Stuttgart airport. But only in Istanbul the project really starts: After some days at the Bosporus (possibly Ankara) and camping around Cappadocia we'll enter Anatolia ;-) Then crossing the dusty Turkey-Iran border at Esendere moving towards Tabriz, Teheran and then the historic cities of Isfahan and Shiraz in a hot desert plain. From there - owed to above reasons - we'll catch a flight to Delhi. The route for the 1200++ kilometers to Mumbai is not fixed yet. From India Craig is going to skip Myanmar for Thailand. From there the last leg leads to Kuala Lumpur in Malaysia through lush rainforests. With approximately 8500 km (shortest route) we're going to cover close to 70% of a true overland route.
"Surfing Iran, hitching Anatolia & camping jungle."
I hope that gives you an idea.

Keep thumbing ...

Daumen hoch! Trampen. Wie? Wo? Warum?



Für all jene, die Fragen zum Trampen haben und keinen langen Text lesen wollen. ;-)