Donnerstag, 18. August 2011

Kölner Zahnarztstuhl in BKK

Palace
Hitching a long tail boat on Bangkok river.
Ich bin am Bangkoker Flughafen. Aber das vordergründigste ist vielmehr, dass ich nicht mehr in Indien bin: Kein Chaos, keine Gerüche und viel Haut. Ich bahne mir den Weg durchs Parkhaus 2 und Stelle mich an dessen Ausfahrt.

Ein Mercedes Cabrio hat gerade die Schranke passiert, als ich meine Hand raus halte. Die Frau hält widerwillig - zumindest in meinen Augen - an. Ein kurzer Wortwechsel. Dann schweben wir über die Highway des neuen Flughafens nach Bangkok. Atcheraa ist Zahnärztin. Sie ist gerade von einem Kontrollbesuch bei ihrer zweiten Praxis in Phuket zurück gekommen. Auch sonst kommt sie durch ihren Beruf viel in der Welt herum. Atcheraa mag die deutsche Technik und erzählt mir, dass mit der Qualität natürlich auch der Preis steigt.
Ein deutscher Zahnarztstuhl mit Spuckbecken und Flutlicht kostet soviel wie mehrere Luxuskarossen: 400.000 Euro.
Solche Technik kauft sie teilweise auch auf der Kölner Zahnmesse ( … wut?) ein. Atcharaa gibt mir noch ein paar Tipps für Bangkok, dann lässt sie mich im morgendlichen Stau raus. Meine ersten thailändischen Baths gehen für eine frische Motorrad-Taxifahrt drauf. Noch eine kurze Strecke mit Hochbahn und U-Bahn und ich bin fast bei meinem CouchSurfer Karsten, der glücklicherweise für Um einspringen kann. Am Telefon hatte er mir vor 10 Minuten beschrieben, wo er im Büroturm zu finden ist. Vergesslich wie ich bin, Suche ich in der 31. statt der 32. Etage. Da hilft's auch nicht im dortigen Büro einer deutschen Motorradfirma zu fragen. Aber das macht nichts. 5 Minuten später quatschen Karsten und ich schon über einem Kaffee.

Montag, 15. August 2011

Indien Zusammenfassung








KEMPINSKI




Wir schreiben hier bald über unser lustiges Wiedersehen mit Peter im KEMPINSKI!

Donnerstag, 11. August 2011

Here the journey ends for Dario!


After 5.000 km in 21 days, through 4 countries in 2 continents our journey together ends here!

We will spend a week with our parents here in Mumbai and then Craig will follow on to Thailand and Malaysia!

We had great experiences, too many to describe, that we will keep in mind for our whole life. I can only recommend you: Travel the world, make your own picture of a place!

Hitch-hiking and CouchSurfing
are great tools to get in contact with the local people. They can show there city, town or village from an angle, you'll never find in a guide book.

Another number for you: Along our route we spend about 250€ for both of us in total! Thats about 640 Turkish Lira, 3.700.000 Iranian Rial or 16.300 Indian Rupees!

See you soon in Germany, Europe ot any other place in the world!

(all following texts are made by Craig, I have nothing to do with it :D)

Montag, 8. August 2011

Crawling to Mumbai


Dario verschwindet in einer Menschentraube an der Straße gegenüber. Erst nach Minuten sehe ich ihn wieder. Leider kann uns das Auto nicht mitnehmen. Dafür schienen die Leute alle Spaß zu haben. Es ist schon spät. Wieder war die indische Wegbeschreibung
"Highway … Yes. Yes … 100 Meters this way" eine schlichte Lüge. Oder wie Asiaten sagen: Eine Antwort aus Höflichkeit.
Wir stehen auf einer Baustelle und versuchen gleichzeitig an zwei Stellen die Autos abzufangen. Erst nach einer knappen Stunde halten zwei junge Inder. Sie sprechen gut Englisch und sind von unseren Erzählungen begeistert. Deshalb versuchen sie andere Autos nach Mumbai für uns zu besorgen. Leider haben wir kein Glück. Wir akzeptieren etwas grenzwertiges: Die beiden bezahlen uns einen Minibus für weitere 100 Kilometer Richtung Bombay. Auf unsere Frage warum wir nicht losfahren, lächelt der Fahrer:
"Wait two people to come!"
Tatsächlich fahren wir erst los, als sechs weitere Leute hinzugestiegen sind. Doch damit nicht genug. Der gewinnorientierte Fahrer entdeckt ein weiteres potenzielles Opfer oder besser Passagier. Was jetzt kommt kann nur in Indien funktionieren. Der Fahrer weist den Mann neben mir an auszusteigen und sich auf den Fahrersitz zu setzen. Murti setzt sich beherzt auf ihn drauf und spreizt die Beine um das Lenkrad bewegen zu können. Der Neue quetscht sich zu uns auf die Rückbank. Keiner meckert. Indien!



Es ist schon dunkel als wir auf der Autobahn ausgesetzt werden. Der Bus biegt hier ab zu einem Dorf. Mist - es fängt an zu schütten. Schnell denken wir:
"Das hier ist die bisher beschissenste Situation bisher. Schlimmer als Yusef!"
Doch wir haben Glück. 50 mm Regensäule später sitzen wir in einem indischen Truck nach Mumbai. Aber das "Mumbai. Yes. Yes" entpuppt sich als "Chai. Abendessen. Morgen Mumbai." - unmöglich für uns. Wir werden etwas nervös. Indien ist nicht Türkei und nicht Iran, wo Autos auch nachts noch anhalten. Alle rasen an uns vorbei. Schließlich können wir die LKW-Fahrer überreden uns zur nächsten größeren Stadt zu bringen. Dort werden wir von einem öffentlichen Bus aufgenommen. Es sind noch 25 Kilometer bis Mumbai. Man könnte meinen: "25 Kilometer. Das dauert etwa 30 Minuten. Wir sind in Indien, also doch 45 Minuten."
Falsch! Wir sind in Indien-Indien oder besser in Mumbai. Hier wurde Stau zum Volkssport erhoben!
Es dauert 2 Stunden. Wir erleben den kompletten Kulturschock, als wir die Halle des Grand Hyatt Mumbai betreten. Ich habe keinen Plan, in welchem Abgrund des Internets Mama in diesem Luxusschuppen ein bezahlbares Zimmer gefunden hat: 16 Grad angenehm temperierte weitläufige Marmorhallen. Schwimmbad. Vier Edel-Retaurants. Alle 5 Meter grüßen uns die aufgebrezelten Hotelangestellten - trotz unserer abgewetzten Deichmann-Sandaletten und staub- und schweißverschmierten C&A-Klamotten. An der Rezeption fragt Dario: "Our parents stay here but we don't know in which room." "No problem Sir. Just take the phone over there and ask the operator to connect you to your parents."
Zwei Minuten später rennen wir durch einen langen Korridor auf Mama und Papa zu. Wir freuen uns auf fünf Tage Erholung in Bombay.