Samstag, 6. August 2011

Rupien und Verfolgungsjagd


Nach 20 Minuten hält endlich ein Auto. Das reiche Ehepaar ist nicht großartig an Konversation interessiert. Wir kommen schnell voran, doch plötzlich sehe ich, wie wie einer der Jugendlichen von eben auf seinem Motorrad uns folgt. Sofort weiß ich warum: Ich konnte die 200 Rupien nicht mehr zurück geben, als wir eingestiegen sind. Hoffentlich wird er nicht böse. Bei voller Fahrt reichen wir das Geld durchs Fenster. 80 Kilometer vor Agra müssen wir leider aussteigen - an einer geschäftigen Kreuzung.

First Family Lift

Baloons for Heitie
We have just had an awesome, unforgettable lift with an Indian tractor! Yay.
The next lift is more decent but not boring at all: It's the first family on our tour. The mother speaks very good English. Dario blows some balloons for the three year old Heitie. He's really happy. While driving (!) the father (forgot name) blows a ballon too, but he doesn't manage to knot it so I do it for him. Both the parents admire our travel and ask questions most parents would ask: "What do your parents think about it?" "Don't your parents worry?"

Halfway to Mathura they have to turn off the road so we say goodbye.

Typical Indian Street Scene

Traktor in Indien - Lebenstraum erfüllt!

Heilige Kuhstärken unter der Haube!
Faridabad - 30 Kilometer von Delhi entfernt, zwei Lifts bisher, zwei Stunden. Die Bilanz ist ernüchternd. Schuld daran ist das indische Chaos. Wir kommen mit lächerlichen 15 km/h voran. Im Iran waren es immer mindestens 50 manchmal sogar 100 km/h Durchschnittstramptempo. Ein echter Kulturschock.

Wir sehen einen Traktor mit drei Indern drauf und einem Anhänger. Ich denke daran, dass ich diesen Satz in Deutschland oft witzig gemeint habe: "In Indien müssen wir dann Traktor trampen."
Tatsächlich sie halten an. Kurzer üblicher Wortwechsel: "Namaste. Mee rrrru nam Crrraig. Gerrrrmaniee… Mathura?" "Ok." "We no money!" *shaking heads.

Yay! Wir springen auf den Traktor und setzten ins jeweils neben einen der Beifahrer auf die Radkästen. Leider können wir uns kaum miteinander unterhalten. Wenige Kilometer später ist dieser ewige Lift vorbei.

Cheating on Toll Plaza

The next lift is a young Indian who barely speaks English.  He drops us on an elevated highway on the fringe of sprawling Delhi - a city of 18 million. I can't really understand him what he's telling me as we bid farewell. We walk on the highway. Already close to the toll plaza we see two officers. We greet them. They ask us to leave the highway. Behind the toll plaza we see a car and a guy waving his arms. Immediately we understand. It's Ramy and he didn't want to pay toll for three people. We jump in and continue the lift for some more kilometers.

120% feucht

Bunter Saree
Von gefühlter Luftfeuchtigkeit bei 0% auf 110%. Wir treten aus dem Gebäude und sind im indischen Chaos: Streunende Hunde, Straßenstände, bunte Saris, Tuc-Tucs und zugegeben - viel Dreck! Die ersten Inder lachen uns an und wollen uns irgendwohin fahren. Wir aber haben den nahegelegenen Connaught Place im Herzen New Delhis im Auge.


Auf dem Weg dahin erleben wir Delhi, als es aufwacht. Ganz anders als eben ist hie roch fast nichts los. Wir gehen an Hunderten vorbei, die auf der Erde, in Hauseingängen und auf Bänken schlafen. Diejenigen die schon wach sind putzen sich die Zähne oder nehmen ein kleines Frühstück ein. Frühstück - genau darauf haben wir mittlerweile richtig Lust. Nur finden wir einfach kein Restaurant. Ein Inder erklärt uns, dass die Restaurants erst um 10 Uhr aufmachen, weil Wochenende ist. Doch wir finden eins, dass schon um 8 öffnet. Shavan Baghvan - ein Restaurant einer südindischen Kette mit vielen leckeren Veggie-Gerichten.

Inder!
Connaught Place ist meiner Meinung nach nicht sehenswert. Ein kreisrunder Platz mit mehreren radialen Strassen - ähnlich einer europäischen Barock-Stadt - und Häusern im Kolonialstil. Vielleicht sieht es hier später am Tag, wegen des indischen Chaos, schöner aus.

Etwas beeindruckender ist das Regierungsviertel: Prachtvolle Alleen und pompöse Gebäude wie das Generalkonsulat und das Parlament. Es ist immer noch so bedeckt, wie heute morgen.